© Johannes Weichhart

Chronik Niederösterreich
10/23/2020

Quereinsteigerin produziert Kleidung aus einer Hand

Christina Kuback hat sich einen Traum erfüllt. Sie schneidert in St. Pölten Kleider, Pullover und Blusen aus Bio-Stoffen.

von Johannes Weichhart

„Ich bin kein Modemäuschen“, sagt Christina Kuback. „Auf einer Fashion Week wird man mich sicher nie sehen.“ Kuback, eine gebürtige Oberösterreicherin, die nun in St. Pölten lebt, sitzt in ihrem kleinen Atelier und blickt auf ihren Laptop, der zwischen zwei Nähmaschinen steht. Tradition und Moderne verbinden sich hier auf wenigen Quadratmetern.

Die 33-Jährige hat vor Kurzem das Unternehmen „Elisia“ gegründet. Elisia steht für Elisabeth und Aloisia. „Das sind meine Großmütter, die selbst gerne Schneiderinnen geworden wären. Bei ihnen hat es aber aus den unterschiedlichsten Gründen leider nicht geklappt“, erzählt Kuback.

Quereinsteigerin

Dafür hat es aber bei der FH-Absolventin funktioniert. „Dabei hatte ich mit Mode eigentlich gar nichts am Hut, ich bin eine Quereinsteigerin“, sagt sie.

Ideenfindung

Doch sie wagte den Schritt, jetzt rattern meist nachts die Nähmaschinen der zweifachen Mutter. Sie schneidert Kleider für Frauen, auch Pullover oder Blusen gibt es in ihrem Online-Shop zu kaufen. Die Stoffe, die sie verwendet, sind in den meisten Fällen aus Biobaumwolle und aus Österreich, zudem läuft bei Elisia alles aus einer Hand – von der Ideenfindung, der Auswahl der Materialien bis hin zur Fertigung.

Das hat seinen Grund, denn Kuback hat sich viel mit den Produktionsbedingungen in anderen Ländern auseinandergesetzt. „Wenn man sich ansieht, wie etwa die Frauen in Bangladesch von früh bis spät arbeiten müssen und trotzdem nicht genug Geld zum Überleben haben, dann ist das einfach der pure Wahnsinn“, sagt die 33-Jährige. „In der Gesellschaft ist leider das Bewusstsein verloren gegangen, wie viel Arbeit in einem Kleidungsstück steckt.“

„Gut angelaufen“

Der Start ihres Unternehmens sei „gut angelaufen“, erzählt Kuback. Es hat sich bereits herumgesprochen, dass nun in der Hauptstadt Mode produziert wird. In Masse kann die Schneiderin ihre Produkte freilich nicht verkaufen, oft sind es auch Einzelstücke, die im Shop zu finden sind.

Die 33-Jährige erzählt ihre Geschichte mit einem Strahlen im Gesicht. Man sieht ihr an, dass sie sich in St. Pölten einen Traum verwirklicht hat.

www.elisia.at

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