© Gernot Blieberger

Chronik Niederösterreich
11/18/2019

Protest: Schulung für Hundehalter statt Maulkorb gefordert

Mehr als 30 Hundebesitzer nahmen an der Demo in Waidhofen gegen das beschlossene Hundehaltegesetz teil.

von Jürgen Zahrl

„Ausbildung statt Maulkorbzwang“ oder „Wir haben die Schnauze voll! Nein zu Maulkorb und Leine“ – Transparente und Schilder mit solchen oder ähnlichen Sprüchen hielten mehr als 30 Teilnehmer bei der Demo gegen das beschlossene nö. Hundehaltegesetz Sonntagvormittag am Hauptplatz in Waidhofen an der Thaya in die Höhe. Der Ort war ganz bewusst gewählt. In der Nähe befindet sich das Wirtshaus „Goldener Hirsch“, das die Ehefrau von Tierschutz-Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) betreibt.

Küchendienst

Schon im Vorfeld hatte der Politiker angekündigt, die Demonstranten nicht besuchen zu können, weil er Küchendienst habe und einen Schweinsbraten machen müsse. „Tatsächlich hatte er es nicht der Mühe wert gefunden, kurz vorbei zu kommen“, sagte Gernot Blieberger vom Hundesportverein aus Groß Siegharts: „Ich hab’ selber schon mal einen Schweinsbraten gemacht, man muss nicht ununterbrochen dabei stehen“, meinte er. Fast eineinhalb Stunden lang machten die Demonstranten auf Probleme mit dem neuen nö. Hundehaltegesetz aufmerksam. Was in erster Linie aufregt, ist die Kombination aus Leine und Beißkorb bei Menschenansammlungen. „Es gibt viele Bereiche, wo das gilt, nicht nur Einzelfälle, wie die Politik betont“, so Blieberger. Selbst die angekündigte Entschärfung in Gasthäusern oder Bädern – sobald sich darin weniger als 150 Gäste aufhalten, gilt entweder Maulkorb- oder Leinenpflicht – trägt kaum zur Beruhigung der Hundebesitzer bei.

Ausbildungspflicht

„Viel wichtiger ist eine Ausbildung für Hunde und deren Besitzer“, meint Blieberger. Darüber denkt Landesrat Waldhäusl, wie er im KURIER-Gespräch erklärt, schon nach. Allerdings hält er an den einstimmig beschlossenen Bestimmungen nach wie vor fest. Dennoch können die Gegner das verschärfte Hundehaltegesetz bis 5. Dezember beeinspruchen. Kommen bis dahin mehr als 25.000 Unterschriften zusammen, muss das Land Niederösterreich eine Volksbefragung veranlassen.Jürgen Zahrl

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