Die österreichischen Industriebetriebe blicken zuversichtlich voran. Zwei von fünf wollen neue Mitarbeiter einstellen.

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Prognose
10/24/2021

Positive Signale: Wirtschaft in NÖ wächst wieder kräftig

Ein Plus von 4,8 Prozent zeigt, dass der Konjunkturmotor brummt. Zahl der Beschäftigten auf Höchststand.

von Johannes Weichhart

Die Corona-Pandemie hatte verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Mehr als 500.000 Menschen waren in Österreich phasenweise arbeitslos, milliardenschwere Maßnahmenpakete mussten von der Regierung auf den Weg geschickt werden, um die Folgen der Krise abfedern zu können.

Jetzt zeichnet sich endlich die lang herbeigesehnte Trendwende ab, der Konjunkturmotor brummt wieder, wie eine aktuelle Wirtschaftsprognose von Economica-Institut und IHS für die Wirtschaft im Bundesland zeigt: „Niederösterreichs Wirtschaft soll heuer um 4,8 Prozent kräftig wachsen. Damit legt die blau-gelbe Wirtschaft stärker zu als andere Regionen Europas und auch stärker als der Österreich-Schnitt, der bei 4,5 Prozent liegt“, berichten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger.

Prognose

Diese erfreuliche Entwicklung hat auch positive Auswirkungen auf die Zahl der Beschäftigten, die im zweiten Quartal mit 630.000 Personen einen noch die da gewesenen Höchstwert erreicht hat. Im kommenden Jahr soll die Beschäftigung in NÖ laut Prognosen um zwei Prozent weiter zunehmen.

Freilich wurde auch viel Geld in die Hand genommen, um die Situation zu verbessern. „Das Wirtschaftsressort unterstützte seit Beginn der Krise im März 2020 mehr als 3.300 Unternehmen im Umfang von mehr als 127 Millionen Euro mit unterschiedlichen Finanzierungsinstrumenten wie Zuschüssen, Haftungen und Krediten in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Technologie und Digitalisierung. Dadurch wurden rund 735 Millionen Euro an Investitionen ermöglicht“, berichtet Danninger.

Finanzielle Hilfe

Die meisten Förderprojekte wurden seit Beginn der Corona-Krise im Bezirk Amstetten mit rund 311 Projekten bewilligt, gefolgt von St. Pölten-Land mit 259, Melk mit 239 und Baden mit 221 Projekten. Die höchsten Unterstützungsleistungen für Betriebe seitens des Landes wurden in folgenden Bezirken bewilligt: St. Pölten-Stadt mit etwa 21 Millionen Euro, Tulln mit über 9,7 Millionen Euro, Wiener Neustadt-Stadt mit rund 9,7 Millionen und Hollabrunn mit über 9,2 Mio. Euro.

Obwohl die Corona-Zahlen derzeit wieder deutlich steigen, befürchten Experten keinen neuen Rückgang der Wirtschaftsleistung. „Bereits 2022 werden wir in Niederösterreich deutlich über dem Vorkrisenniveau liegen“, berichtet Christian Helmenstein, Leiter des Economica Institutes.

Betriebsansiedelungen

Dynamisch ist laut Danninger auch die Entwicklung bei den Betriebsansiedelungen. Von Jänner 2020 bis Ende September 2021 wurden von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes, 170 Projekte betreut, die nach eigenen Angaben fast 2.200 neue Arbeitsplätze nach Niederösterreich brachten.

In den Krisenjahren 2020 und 2021 errichtete unter anderem die Vitana Salat- und Frischeservice GmbH in Guntramsdorf ihr neues Headquarter, der Biotech-Park der San Gruppe wurde in Herzogenburg eröffnet und auch die Ansiedlung der Bilfinger Bohr- und Rohrtechnik GmbH in Wolkersdorf gefeiert.

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