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Polizeistation am Bahnhof Amstetten vertraglich gesichert

Neue Inspektion für Stadtpolizei soll spätestens 2029 eröffnet werden.
Repräsentnten der Amstettner Stadtpolitik

Auf Schiene ist in Amstetten das Vorhaben, die Stadtpolizei vom Rathausareal in den Bahnhofskomplex zu übersiedeln. Ein entsprechender Beschluss wurde in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch ohne Debatte einstimmig gefasst. Mit den ÖBB ist die Stadt handelseins.

Erst zu Wochenbeginn war wieder der Polizeihubschrauber über dem Amstettner Stadtgebiet gekreist, weil Jugendliche bei einer räuberischen Attacke auf einen Burschen auch ein Messer gezückt haben sollen. Das Thema Sicherheit wird in der Stadt von allen Parteien großgeschrieben. Wie berichtet, soll die Stadtpolizei mit derzeit acht Uniformierten, die Bundespolizisten gleichgestellt sind, mit der neuen Zentrale am Bahnhof bessere öffentliche Präsenz zeigen und mehr zur Prävention beitragen.

In den kommenden drei Jahren soll rund eine Million Euro in die Installierung der neuen Inspektion in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bahnhofsgastwirtschaft investiert werden. Eine vollwertige Polizeiinspektion samt Sicherheitsschleuse, Anhalteräumen und modernen Dienstzimmern ist geplant.

Im Sinne von mehr Präsenz und Prävention möchte man die Stadtpolizei „weiterdenken“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP). Durch den bevorstehenden Ruhestand des Kommandanten werde es auch personell eine entscheidende Veränderung geben. Umso wichtiger sei es, die Polizei Hand in Hand mit dem künftigen Kommandanten und dem Team weiterzuentwickeln, so der Stadtchef.

Partnerschaft

Dankbar ist man den ÖBB für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, heißt es. Entsprechende Verträge wurden bereits abgeschlossen. Spätestens 2029 soll der neue Stadtpolizeistandort geöffnet werden.

Aufgrund der hohen Frequenz gehöre der Bahnhof zu den sensibelsten Bereichen der Stadt, wo Ansprechbarkeit und Sichtbarkeit durch Polizisten sehr wichtig seien, ist der Ortsvorsteher, Projekt-Initiator sowie erfahrene Polizeioffizier Manuel Scherscher (ÖVP) überzeugt.

Für den Amstettner FPÖ-Sicherheitsstadtrat Alexander Schnabel ist wichtig, dass „die Stadtpolizei dank klarer Exekutivbefugnisse sofort durchgreift, statt nur zuzusehen“. Eine permanente Präsenz setze ein Zeichen gegen Gewalt, Belästigung und Vandalismus.

Im Sog der Polizei als direkter Ansprechpartner möchte SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler das Angebot am Bahnhof noch erweitern. Ergänzend sollen auch Jugendarbeit und Streetwork stärker direkt am Bahnhofsareal verankert werden. Auf Konfliktsituationen könnte noch schneller vor Ort reagiert werden.

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