Basisarbeit für Polizeizentrale am Bahnhof Amstetten ist gemacht

Verhandlungen mit ÖBB über die Übersiedelung der Stadtpolizei starten.
Neue Dienststelle am Bahnhof Amstetten

Im Vorhaben die stadteigene Polizei vom Rathaushof in den Amstettner Bahnhofskomplex zu übersiedeln, haben die Stadtverantwortlichen die maßgeblichen Grundlagen erarbeitet. Mit einer fertigen Machbarkeitsstudie sowie konkreten Plänen und Kostenschätzungen in der Tasche stehen nun in den nächsten Monaten die Verhandlungen mit den ÖBB-Managern im Raum.

geschlossenes Wirtshaus

Blick ins geschlossene Bahnhofswirtshaus.

Der Wandel der seit vielen Jahren gesperrten Bahnhofsgastwirtschaft spiegelt auch den Zeitgeist wider: Einst bunte Drehscheibe für hungrige Reisende, wartende Bahnpassagiere, müde Eisenbahner oder durstige Strawanzer wird das einstige "Resti“ nun die Sicherheitszentrale der städtischen Polizei.

Gemeinderatsbeschluss

Alle Parteien beschlossen im Vorjahr dieses Vorhaben, weil es im Bahnhofsareal immer wieder bedenkliche Vorfälle mit Gaunern und Beschwerden aus der Bevölkerung gab.

Stadtwache

Amstetten ist eine von wenigen Städten, die einen eigenen Polizeiwachkörper mit denselben Befugnissen wie die Bundespolizei betreibt. Acht Beamte, zwei Parkraumwächter und zwei Bürobedienstete sollen von der jetzigen Dienststelle beim Rathaus in den Bahnhof übersiedeln.

"Das Thema mehr Sicherheit am Bahnhof tragen alle mit. Wir schaffen dort mit der Ansiedelung der Dienststelle eine Win-win-Situation für uns und die ÖBB“, sagt Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP). Angaben über die in der Vorstudie errechneten Kosten für die Polizeistation will er nicht machen. Mit den vielen Vorschriften, Sicherheitsbestimmungen und Notwendigkeiten, die eine solche Einrichtung aufweisen müsse, handle es sich um ein sehr komplexes Projekt, so der Stadtchef.

Verlaufen die Verhandlungen mit den ÖBB positiv, nennt Haberhauer die laufende Legislaturperiode als realistischen Zeitraum für die Verwirklichung. Im nächsten Budget soll das Projekt jedenfalls in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen werden.

Expertise

Von den Synergien, die die Übersiedlung der Inspektion ins belebte Bahnhofsareal bringen wird, ist der Amstettner Ortsvorsteher Manuel Scherscher (ÖVP), im Zivilberuf beim Bundeskriminalamt, begeistert. Er hat als Experte bereits mehrere Sicherheitsinitiativen in Amstetten initiiert, arbeitet am Bahnhofsprojekt intensiv mit und hat auch bereits KI-inspirierte Ansichten der künftigen Dienststelle entwickelt. Scherscher: "Das macht echt Sinn. Die Lage ist top, für mich ist das mehr als ein Bauprojekt. Es geht um Sicherheit, um tatsächliche Polizeipräsenz und um ein gutes Gefühl für die Menschen am Bahnhof und in der Stadt“.

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