Pensionswelle bei Polizei: Schlüsselpositionen in NÖ neu besetzt
LPD-Stv. Roland Scherscher, Stadthauptmann Gerald Rak und Landespolizeidirektor Franz Popp.
Der Polizeiapparat steht personell vor enormen Herausforderungen. Die sogenannte Babyboomer-Generation geht in den nächsten Jahren in Pension. Dementsprechend viele Schlüsselpositionen müssen neu besetzt werden.
In Wiener Neustadt war nach dem pensionsbedingten Abgang von Anton Aichinger eine strategisch wichtige Stelle vakant. Mit 1. Juni wurde Gerald Rak zum Nachfolger und Stadthauptmann beim Polizeikommissariat Wiener Neustadt ernannt.
Der gebürtige Mödlinger blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung im Polizeidienst zurück. Nach einer Lehre als Elektroinstallateur trat Rak 1994 in die Polizeigrundausbildung ein. Parallel zu seiner Tätigkeit bei der Polizei absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften, welches er 2011 mit der Promotion abschloss. Ergänzend erwarb er einen Master im strategischen Sicherheitsmanagement sowie eine Ausbildung im Bereich Informatik und IT-Sicherheit.
Seit 2007 bekleidete Rak zahlreiche Führungsfunktionen bei der Wiener Polizei und im Bundeskriminalamt. Dort leitete er unter anderem einen Fachbereich für Betrugsermittlungen. 2025 wechselte er als stellvertretender Stadtpolizeikommandant und Kriminaldienstreferent nach Wiener Neustadt.
LPD-Stv. Roland Scherscher, Stadthauptmann Eduard Macho und Landespolizeidirektor Franz Popp
Auch in Schwechat stand eine Rochade an der Spitze der Polizei an. Mit Eduard Macho übernimmt ein laut Landespolizeidirektion NÖ "erfahrener Sicherheitsexperte" die Leitung des Polizeikommissariats.
Macho begann seine berufliche Laufbahn 1989 mit dem Eintritt in die Bundesgendarmerie. Nach Abschluss der Grundausbildung versah er zunächst Dienst auf dem Gendarmerieposten Gänserndorf. Nach der Absolvierung der Sicherheitsakademie übernahm er die Leitung der Stabsabteilung des Landesgendarmeriekommandos Niederösterreich. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte er von 2009 bis 2014 das Studium der Rechtswissenschaften.
Im Kosovo und Kiew
2017 wurde Macho zur Landespolizeidirektion Wien versetzt und war in verschiedenen Funktionen an Wiener Polizeikommissariaten tätig. 2021 bot sich ihm die Möglichkeit, als Stellvertreter der Stadthauptfrau des Polizeikommissariats Schwechat nach NÖ zurückzukehren.
Er sammelte auch internationale Erfahrung, beispielsweise im Rahmen mehrerer Auslandseinsätze für die Vereinten Nationen und die Europäische Union. Sein erster Einsatz führte ihn im Jahr 2000 für 14 Monate in den Kosovo. Zuletzt war er 2025 im Rahmen einer internationalen Mission in Kiew tätig.
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