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Chronik Niederösterreich
07/30/2019

Perfektes Erntejahr für die Wachauer Marillenbauern

Der Ertrag liegt bis zu 30 Prozent über dem Durchschnitt. Marillen gibt es noch bis mindestens Ende der Woche.

von Jürgen Zahrl

Nach mehreren schwierigen Erntejahren dürfen sich die Wachauer Marillenbauern im heurigen Juli über ein „überdurchschnittlich gutes Jahr“ freuen. Sie rechnen mit rund 20 bis 30 Prozent mehr Ertrag als in einem gewöhnlichen Jahr, sagt Franz Reisinger, Obmann der mehr als 220 Wachauer Marillenbauern, zum KURIER. Wer noch Marillen benötigt, wird noch bis mindestens Ende der Woche in der oberen Wachau rund um Spitz an der Donau und Mitterarnsdorf fündig.

Während es in einem normalen Erntejahr rund drei Millionen Kilogramm Wachauer Marillen gibt, könnte es heuer sogar insgesamt rund fünf Millionen Kilogramm Jahresertrag geben. Immerhin sind zwischen Melk und Krems rund 100.000 Marillenbäume entlang der Donau beheimatet.

Gutes Wetter schmeckt man

Die Qualität sei ausgezeichnet, sagt Reisinger, der das „optimale Wetter“ seit Jahresbeginn als Grund für die „gute Aromatik der Marille“ sieht. Zwar sei der Mai zu feucht und der Juni zu trocken gewesen. Doch insgesamt habe es immer eine gute Wetterlage gegeben. „Während der ersten Hälfte der Ernte haben wir gesehen, dass nicht zu heiße Tage und angenehme Nächte den Geschmack noch verbessert haben“, schwärmt Reisinger. Danach hätten die heißen Tage den Reifegrad beschleunigt. Heuer könne man die gesamte Marillenernte, ohne Ernteausfälle, verkaufen. Der Kilopreis beginnt bei 3,50 Euro.

Schon lange habe es kein so perfektes Marillenjahr gegeben, sagt der Obmann. Und das, obwohl auch die Ernte 2017 gut verlaufen ist. Nur ein Jahr zuvor hatten die Obstbauern mit dem so genannten Strahlenfrost im Frühjahr und mit Hagel zu kämpfen. Dadurch konnten nur 1,5 Millionen Kilogramm geerntet werden - also nur die Hälfte des üblichen Jahresertrags.

Weitere Infos und die Marillenbörse finden Sie im Internet unter: www.wachauermarille.at