An zwölf Standorten will die OMV im Weinviertel nach Öl bohren

© /OMV AG

Energie
02/18/2017

OMV stößt bei Ölbohrungen auf Widerstand der Grünen

Bis Ende 2018 sollen 169 Millionen Euro in Bohrvorhaben investiert werden. Grüne sprechen von "Affront".

von Natascha Marakovits

Noch herrscht eine beschauliche Ruhe auf den Feldern im Weinviertel. Doch geht es nach der OMV sollen die Ölbohrtürme schon bald ihre Arbeit aufnehmen und nach dem wertvollen Rohstoff graben. Insgesamt 169 Millionen Euro plant die OMV in den kommenden zwei Jahren in den Ausbau des Standortes Niederösterreich zu investieren.

Dabei geht es vor allem um die Erforschung und Erschließung neuer Ölfelder im Weinviertel. "Ein Technologiecenter in Gänserndorf soll errichtet werden", sagte OMV-Vorstand Johann Pleininger bei der Vorstellung des Projekts. Damit soll der Standort Gänserndorf zu einem weltweiten Forschungszentrum der OMV mit zusätzlichen Mitarbeitern ausgebaut werden.

Konkret seien bis Ende 2018 zwölf Explorationsbohrungen, also Neubohrungen, geplant. Noch im ersten Quartal 2017 soll damit begonnen werden. "Die Felder im Weinviertel sollen zumindest weitere 15 Jahre bewirtschaftet werden", erklärt Pleininger.

2015 förderte die OMV in Österreich 32.000 Barrel am Tag. Dieser Wert soll durch die Investitionen für die Zukunft gehalten werden. Pleininger bemerkt, dass sich diese aber nur rechnen würden, wenn der Ölpreis über 40 US-Dollar pro Barrel bleibt.

"Mit Füßen getreten"

Die Grüne Landessprecherin Helga Krismer zeigt sich nun ob der Ankündigung entsetzt: "Angesichts des Pariser Klimavertrags sollte der Ausstieg aus fossilen Energien auf dem Programm stehen. Ölbohrungen und Bohrtests für neue Gasförderungstechnologien passen nicht ins Energieprogramm des Landes.Dieses Vorgehen ist ein Affront. Der Klimavertrag von Paris wird damit mit Füßen getreten."

Niederösterreich würde sich selbst zu 100 Prozent aus Erneuerbarer Energie versorgen können. "Die OMV ist daher in ihrem Vorhaben zu stoppen. Alternative Energien sind genug vorhanden und schaffen erwiesenermaßen bedeutend mehr dauerhafte Arbeitsplätze als der fossile Sektor", betont Krismer.

Von Seiten der OMV gab es zur Kritik keine Stellungnahme.

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