NÖ: Schadstoffalarm in Pöggstall, Salpetersäure war ausgetreten

Spezialkräfte pumpten die Salpetersäure in einen dichten Behälter. © Bild: /NÖ Landesfeuerwehrkommando

50 Feuerwehrleute waren Donnerstagfrüh in Niederösterreich im Einsatz, darunter zwei Spezialtrupps.

In Pöggstall im Bezirk Melk (Niederösterreich) ist es Donnerstagfrüh zu einem Schadstoffunfall gekommen. Salpetersäure, bei der es sich um eine stark ätzende Chemikalie handelt, war aus einem 1000 Liter großen Fass ausgetreten. Rund 50 Feuerwehrleute, darunter zwei Schadstofftrupps aus Amstetten und Melk, standen im Einsatz, um die gefährliche Chemikalie zu bergen.

In den Morgenstunden hatte ein Lkw-Fahrer auf einem Firmengelände bemerkt, dass ein Kunststofffass undicht wurde und Salpetersäure ausgetreten war. Er alarmierte unverzügliche die Feuerwehrleute. Da die Dämpfe der Substanz gefährlich sind, konnten sich die Einsatzkräfte zunächst nicht näheren. "Stattdessen wurde das Gelände aus Sicherheitsgründen großräumig abgesperrt", erklärt NÖs Feuerwehrsprecher Franz Resperger im Gespräch mit dem KURIER.

Spezialanzüge

Feuerwehr-Sondertrupps aus Amstetten und Melk wurden angefordert. "Mit Spezialanzügen konnten sich unsere Kräfte annähern. Die Salpetersäure wurde mit einer Spezialpumpe in einen dichten Behälter umgepumpt", sagt Resperger.

Zu keinem Zeitpunkt habe es eine Gefährdung für die umliegenden Gemeindebürger gegeben, versichert der Feuerwehrsprecher. Wie es zu dem Austritt kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen laufen.

( kurier.at , jz ) Erstellt am 14.09.2017