© APA/ROBERT JAEGER

Chronik Niederösterreich
08/01/2019

NÖ Landesausstellung: 300.000er-Marke soll geknackt werden

„Nur“ 100.000 Besucher waren es zur Halbzeit, im Herbst soll aber deutlich zugelegt werden.

von Patrick Wammerl

300.000 Besucher. Das war das ausgerufene Ziel von Bürgermeister Klaus Schneeberger und Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (bei de ÖVP) für die NÖ Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt. Knapp nach Halbzeit der Schau wurde vor wenigen Tagen von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die 100.000ste Besucherin feierlich begrüßt. Rein rechnerisch betrachtet hinkt die Ausstellung damit den Erwartungen hinterher, sollte man meinen.

„Stimmt nicht“, heißt es dazu aber von den Verantwortlichen der NÖ Landesausstellung der „Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H.“ Denn wie die Erfahrungen vergangener Landesausstellungen bisher gezeigt haben, ist die zweite Hälfte der Schau deutlich besser besucht als die erste.

Ein Rückblick auf die Landesausstellung 2017 „Alles was Recht ist“ im Schloss Pöggstall zeigt ein ähnliches Bild. Auch damals wurde – erst nach der Halbzeit nach vier Monaten – der 100.000ste Besucher begrüßt, 228.501 waren es dann zum Schluss.

Ob man die 300.000-Marke in Wiener Neustadt wird knacken können, hat für die NÖ Landesausstellung nicht „oberste Priorität“. „Das ist eine Kennzahl die von der Politik ausgerufen wurde, aber nicht von uns als Veranstalter“, sagt Pressesprecher Klaus Kerstinger. Bisher sei man mit der Besucherentwicklung und dem Feedback zur aktuellen Schau „höchst zufrieden“.

Bürgermeister

Auf die Frage, ob man an dem gesteckten Ziel weiterhin festhält, kommt von Bürgermeister Klaus Schneeberger ein klares „Ja“. „Das Ziel der 300.000 Besucherinnen und Besucher bleibt aufrecht. Einerseits erfolgt zurzeit eine große Werbeoffensive in Wien, die viele Familien in den Ferien ansprechen soll. Andererseits ist der Herbst nach der Erfahrung früherer Landesausstellungen besonders stark. Auch die Buchungslage für Wiener Neustadt ist im Herbst sehr gut“, sagt der Stadtchef.

Die 33 Millionen Euro, die als Gesamtinvestition in die Stadt Wiener Neustadt geflossen sind, seien als extrem positiver Entwicklungsschub zu sehen. Auch die Wirtschaft würde davon profitieren. „Das Feedback seitens der Gastronomie ist durchwegs positiv – sowohl was die Gruppen – als auch was die Individualgäste betrifft. Bei den anderen Unternehmerinnen und Unternehmer ist ein Anstieg der Frequenz ebenfalls deutlich spürbar. Wichtig wird sein, diese Frequenz auch für die Zukunft zu nutzen, das war auch immer das Ziel“, sagt Schneeberger.

Sonntagsöffnung

Was die verpflichtende Sonntagsöffnung der Gastronomie auf dem Marienmarkt in der Zeit der Landesausstellung anbelangt, hat die Stadt die Anordnung aufgehoben. Gerade an den heißen Tagen in den Ferien wurde eine deutlich schwächere Besucherfrequenz in der Innenstadt verzeichnet. Die Regelung wurde deshalb gelockert. Ob sie am Sonntag aufsperren, steht den Gastronomen nun frei.