Das NÖ-Klinikum in Waidhofen/Ybbs beherbergt drei Arztpraxen
Das Klinikum Waidhofen an der Ybbs wird umstrukturiert.
Mit mittlerweile drei privaten Ordinationen innerhalb des Spitalskomplexes bietet sich im Landesklinikum Waidhofen/Ybbs eine besondere Symbiose in der medizinischen Dienstleistung. Weil sich die medizinischen Aufgaben des Klinikums laut NÖ Gesundheitsplan 2040+ massiv verändern, kommt der Ansiedelung der Mediziner auch besondere Bedeutung zu.
Gleich vorneweg: Dass die Klinik eine Art strategischer Modellfall für ein Kombi-Projekt aus Ärztehaus und Spital werden könnte, wird von der Landesgesundheitsagentur (LGA) nicht bestätigt. Es habe sich lediglich so ergeben, dass zu den bereits zwei bestehenden Ordinationen im Klinikum-Gebäude noch eine dritte dazukam. Eine vierte sei derzeit nicht geplant, heißt es auf KURIER-Anfrage.
Lungenfacharzt
Zuletzt hat nun der seit vielen Jahren in Waidhofen arbeitende Lungenfacharzt Alexander Lindemeier seine Ordination vom Südtirolerplatz in neue Räume im Landesklinikum übersiedelt. Der Facharzt für Pneumologie und Innere Medizin könne am neuen Standort seine Möglichkeiten einer modernen und gut erreichbaren Versorgung im Bereich der Atemwegs- und Lungenerkrankungen erweitern, wird von der LGA beschrieben.
Ärztlicher Direktor Prim. Stefan Leidl, Kaufmännische Direktorin Jacqueline Kreismayr, Gudrun Lindemeier, Dr. Alexander Lindemeier, Pflegedirektorin Doris Fahrnberger-Schober.
Damit ergänzt Lindemeier, der Kassenarzt ist, die dort bereits etablierte Ordination für Augenheilkunde von Moritz Schmid sowie die Arztpraxis der Allgemeinmedizinerin Christine Schmid.
Standortstärkung
Das Ärztetrio stärke den Standort als wichtigen medizinischen Versorgungsbereich für Waidhofen, heißt es in einer Aussendung des Klinikums. „Wir freuen uns sehr über den Einzug der neuen Facharztordination und darüber, dass sie das bestehende medizinische Angebot am Standort sinnvoll erweitert“, ergänzt die kaufmännische Direktorin des Waidhofner Klinikums, Jacqueline Kreismayr. Der ärztliche Leiter des Hauses, Primar Stefan Leidl, verweist auf die Vorteile für die Patienten. Die hätten bei notwendigen Überweisungen vom Klinikum zum Facharzt oder umgekehrt künftig nur kurze Wege zurückzulegen.
Darüber, wie es mit dem Zeitplan für den Umbau des Klinikums Waidhofen weitergeht, ist derzeit indes nichts bekannt. Neben der sukzessiven Übersiedelung der Kardiologie nach Amstetten sollen dorthin auch die Urologie und Onkologie folgen. Wobei Krebsbehandlungen bereits gegenwärtig häufig in Amstetten stattfinden.
Mit den Schwerpunkten Akutgeriatrie und Remobilisation sowie dem Ausbau der Augenheilabteilung erhält das Landesklinikum Waidhofen/Ybbs zudem künftig neue Aufgaben. Im NÖ Gesundheitsplan seien unmittelbar auch Investitionen von 3,9 Millionen Euro für den Ausbau der Schwerpunkte vorgesehen, kündigten Spitalslandesrat Anton Kasser (ÖVP) und die Vorständin der Landesgesundheitsagentur (LGA), Elisabeth Bräutigam, bereits im Frühjahr an. Die Akut- und Erstversorgung für die Bevölkerung bleibe erhalten, heißt es.
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