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Neue Technologie für Herzschrittmacher in Waidhofen/Ybbs

Das Waidhofner Herzkatheter-Labor soll zwar laut Politik nach Amstetten übersiedelt werden, dennoch kommen von dort kräftige Lebenszeichen.
Ärzte des LK Waidhofen/Ybbs

Mit einer neuen Herzschrittmacher-Technologie wurde im Landesklinikum Waidhofen/Ybbs erstmals eine Implantation durchgeführt. Der Schrittmacher nach dem Conduction System Pacing (CSP) ermöglicht eine besonders schonende Stimulation des Herzens.

Zwar wird das Waidhofner Herzkatheter-Labor laut NÖ Gesundheitsplan 2040+ in den kommenden Jahren nach Amstetten übersiedelt, dennoch kommt aus der kardiologischen Station im Ybbstal nun ein kräftiges Lebenszeichen. Die neue Schrittmachertechnik wird von der NÖ Landesgesundheitsagentur (LGA) als Fortschritt für die kardiologische Versorgung in der Region beschrieben.

Elektrische Impulse für die Herzleistung

Herzschrittmacher sind eine etablierte Therapie für Patientinnen und Patienten mit einer krankhaft verlangsamten Herzfrequenz (Bradykardie). Sie geben bei ausbleibendem oder zu langsamem Herzschlag elektrische Impulse ab und sichern so eine ausreichende Herzleistung.

Mit dem CSP wird das Erregungsleitungssystem des Herzens direkt stimuliert, sodass sich der Herzmuskel wieder zusammenzieht. Die Implantation der Sonde erfolgt mithilfe einer präzisen EKG-Messung und einer hochauflösenden Röntgendurchleuchtung im Herzkatheterlabor. Dadurch kann die Sonde exakt platziert werden.

Kardiologische Versorgung

Primar Simon Papai, Leiter der Abteilung für Innere Medizin, betont die besonders schonende Form dieser Herzschrittmachertherapie. Die erfolgreiche Erstimplantation sei ein wichtiger Schritt für die kardiologische Versorgung in der gesamten Region.

Herzschrittmacher werden in Waidhofen/Ybbs seit dem Jahr 1995 implantiert. Laut Homepage der Klinik werden rund 120 Schrittmacher pro Jahr gesetzt. Weiters finden im Herzkatheterlabor rund 600 tagesklinische Eingriffe pro Jahr statt. Im Gesundheitsplan ist vorgesehen, neben dem Herzkatheterlabor auch die Onkologie und die Urologie ins künftige Schwerpunktspital nach Amstetten zu verlagern. 

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