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Chronik Niederösterreich
09/29/2020

NÖ: Juwelierräuber hatte Maschinengewehr in der Bettlade

Einbrüche geklärt: Die Ermittler waren den Tätern auf die Spur gekommen, weil diese mit GPS-ausgestattete E-Bikes gestohlen hatten.

von Johannes Weichhart

Niederösterreichische Kriminalisten haben zwei Einbrecherbanden das Handwerk gelegt, die in drei Bundesländern tätig gewesen sind. Eine Gruppierung hatte sich primär auf Juweliergeschäfte spezialisiert, die andere auf Wohnhäuser. Fünf Beschuldigte sind in Haft, sagte Omar Haijawi-Pirchner, der Chef des Landeskriminalamtes, am Dienstag in St. Pölten.

Aufrechtes Waffenverbot

Mit der Festnahme von zwei polnischen Staatsbürgern (47 und 59 Jahre alt) haben die Ermittler zwölf Einbrüche bei Juwelieren und drei weitere in Geschäfte in Niederösterreich und Wien geklärt. Hinzu kamen zwei Diebstähle von E-Bikes. Die mit GPS-System ausgestatteten Fahrräder führten letztlich auch zu den Tätern.

Beim 59-Jährigen wurden laut Haijawi-Pirchner in Wien-Leopoldstadt ein russisches Maschinengewehr und am Zweitwohnsitz im Waldviertel, wo sich die E-Bikes befunden hatten, mehrere weitere Waffen und Munition sichergestellt. "Die Waffe hatte er in der Bettlade versteckt", berichtete Haijawi-Pirchner. Gegen den Mann bestand ein aufrechtes Waffenverbot. Der 47-Jährige wurde mittels Fingerabdrücken identifiziert, nachdem er Angaben zu seiner Identität verweigert hatte.

Hehler wurde angezeigt

Das Duo hatte es bei den Taten von Ende vergangenen Jahres bis Mitte Mai auf Schmuck und Bargeld abgesehen. Den angerichteten Schaden bezifferte Haijawi-Pirchner mit fast 150.000 Euro. Die nicht geständigen Beschuldigten sind in der Justizanstalt Wiener Neustadt in Haft. Ein 63-jähriger Österreicher wurde als mutmaßlicher Hehler angezeigt.

100.000 Euro Schaden

In Nieder- und Oberösterreich waren den Ermittlungen zufolge drei Rumänen (33, 49 und 52) aktiv. Die Männer sollen von 3. bis 21. September jeweils in den Nachtstunden 20 Einbruchs- und drei Einschleichdiebstähle in sieben niederösterreichischen Bezirken (Amstetten, Bruck a.d. Leitha, Gmünd, Horn, Melk, Scheibbs, Waidhofen a.d. Thaya) und zwei oberösterreichischen (Grieskirchen, Vöcklabruck) verübt haben. Schaden: 100.000 Euro.

Die Beschuldigten waren laut dem Chef des Landeskriminalamtes ebenfalls vorwiegend auf Schmuck und Bargeld aus. In einem von ihnen verwendeten Auto und bei Hausdurchsuchungen in Wien sowie in Parndorf (Bezirk Neusiedl am See) wurde Diebesgut für mehr als 32.000 Euro und Einbruchswerkzeuge sichergestellt. Der 33- und der 52-Jährige waren im Gegensatz zum dritten Beschuldigten geständig. Das Trio ist in der Justizanstalt Krems in Haft.

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