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Chronik Niederösterreich
02/25/2022

NÖ: Gestohlene Gottvater-Statue nach 31 Jahren sichergestellt

Unglaubliche Geschichte im Bezirk Melk: Ermittler entdeckten das Objekt bei der Sichtung von Versteigerungsangeboten.

von Johannes Weichhart

Damit hatte wohl niemand mehr gerechnet: Eine Gottvater-Statue, die vor 31 Jahren aus einer Kapelle im Ortsgebiet von Seeben, Bezirk Melk, von Unbekannten gestohlen wurde, konnte nun von Ermittlern des Bundeskriminalamtes sichergestellt werden.

Das etwa 60 Zentimeter hohe Objekt war im Dezember 1990 aus dem kleinen Gotteshaus verschwunden, Polizisten des Postens Loosdorf konnten trotz intensiver Bemühungen die Täter nicht ausforschen.

Von Bediensteten des Bundeskriminalamtes, Referat Kulturgutfahndung, wurde im Sommer 2021 bei der Durchsicht diverser Versteigerungsangebote die angebotene Gottvater-Statue als die im Jahre 1990 in Seeben gestohlene Heiligenfigur erkannt, obwohl das Aussehen leicht verändert war. Die Ermittlungen wurden von Bediensteten des Landeskriminalamts Niederösterreich, Ermittlungsbereich Diebstahl, übernommen und die Heiligenfigur am 6. Juli 2021 vorläufig sichergestellt.

Auf Besitzansprüche verzichtet

Durch die Erhebungen konnte ein 66-jähriger Mann aus dem Bezirk Amstetten als Inhaber festgestellt werden. Die Ermittlungen ergaben, dass die Statue aus dem Nachlass der Eltern des 66-Jährigen stammte. Wann und von wem die Statue erworben wurde, konnte nicht mehr festgestellt werden. Der 66-Jährige verzichtete auf die Besitzansprüche und erklärte sich mit der Ausfolgung der Heiligenstatue an den ursprünglichen Besitzer einverstanden.

Am 24. Februar wurde die gestohlene Statue an den Ortsvorsteher Adalbert Hayden, in Anwesenheit des Pfarrers Franz-Xaver Hell, übergeben.

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