Neues Volksmusikfestival "Hollatza" mit Jodelrekordversuch
Initiatoren und Unterstützer des Hollatza-Festivals.
Mit der gesamten Innenstadt als Bühne wird Waidhofen an der Ybbs zu Pfingsten 2027 zur Festivalstadt. Beim Volksmusikspektakel "Hollatza“ werden pro Tag rund 10.000 Besucher erwartet. Österreichweite Top-Gruppen, wie Global Kryner oder Federspiel, aber auch heimischen Formationen, Nachwuchsmusiker und Blasmusikkapellen werden aufspielen.
Fast erinnert das vom eigens gegründeten Verein "Hollatza“ – das Wort ist ein Ybbstaler Mundartbegriff für Jodler – ein wenig an das oberösterreichische Spektakel "Woodstock der Blasmusik“. Das riesige Musikfest in Ort im Innviertel mit rund 100.000 Besuchern an vier Tagen belegt das Potenzial des Volks- und Blasmusik-Genres.
Unterbringung
Zwar sind für Dauergäste, so wie in OÖ, ein Campingplatz und Kooperationen mit Beherbergungsbetrieben in der Region geplant, doch die Konzeption in Waidhofen ist doch anders angelegt.
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Ziel des Events ist es, Volksmusik in all ihren Facetten, wie es sie in Waidhofen seit jeher gibt, zu präsentieren und die regionale Wertschöpfung anzukurbeln, sagen die "Hollatza“-Obleute Georg Berger und seine Stellvertreterin Petra Humpel bei der Präsentation des Festivals.
Musiktradition
Seit Generationen gelten das Ybbstal und Waidhofen/Ybbs als volksmusikalische Hochburg: D’Redtenbachler, die Familienmusik Pillgrab, die Familie Maderthaner und sogar Franz Schubert haben hier musikalische Spuren hinterlassen. "Dass nun ein eigenes Volksmusikfestival in Waidhofen an der Ybbs stattfinden soll, war daher nur eine Frage der Zeit“, sagen Berger und Humpel mit Bestimmtheit. Das Festival soll es alle zwei Jahre geben.
Der Begriff „Hollatza“ stamme ursprünglich aus Ybbsitz und stehe sinnbildlich für das Festivalmotto "Originalität und regionale Verbundenheit“, sagt Georg Berger. Das Mundartwort "Hollatza" bedeutet Jodler.
An vier Tagen (14. bis 17. Mai 2027) wird die gesamte historische Innenstadt auf mehreren Bühnen bespielt. Neben Volksmusikgrößen wie "Global Kryner“, "Federspiel“ oder der "Kapelle Josef Menzl XXL“, den Gruppen "Maxjoseph“ oder "Well Brüder“ werden auch im Mostviertel verwurzelte Formationen, wie "Kronwildjäger“, "Schnopsidee“ oder Stubenmusik Berger dabei sein. Einen großen Schwerpunkt wolle man mit Auftritten junger Nachwuchsmusikanten legen, schildern die Organisatoren.
Ein Rahmenprogramm wird gemeinsam mit regionalen Gruppen vom Schuhplatteln über Volkstanzen bis hin zu einem geplanten Jodel-Weltrekordversuch am Samstag am Oberen Stadtplatz in Waidhofen zusammengestellt. Auch Workshops und andere Mitmachaktionen soll es geben.
Ziel sei es, das Publikum in großer Breite, von der Jugend über Familien bis zur älteren Generation anzusprechen, erklärt Petra Humpel. Bei der Bewirtung der Gäste setzt man auf die Waidhofner Wirte und auf Vereine.
Leaderregion
Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer (ÖVP), der zugleich auch Obmann der Leaderregion NÖ Eisenstraße ist, ist von der Festival-Idee begeistert. Waidhofen verstehe sich seit jeher als Kulturstadt, wobei die Innenstadt schon oft ihre Qualitäten als Bühne und Schaffensraum für Aktivisten bewiesen habe. Das Konzept für das Festival wurde im Rahmen des Leader-Projekts "Volksmusikfestival Ybbstal – authentischer Schauplatz für die Talente unserer Region“ erarbeitet.
Neben der NÖ Eisenstraße holte das "Hollatza“-Team, die Volkskultur NÖ, die Dorf- und Stadterneuerung sowie den Mostviertel Tourismus und das Stadtmarketing Waidhofen an Bord.
Auch Festivalkarten sind unter ticketwall.at/events/hollatza bereits zu haben. Bis 31. Mai liegen verbilligte Early Bird-Tickets auf.
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