Nationalpark Donau-Auen feiert 30 Jahre mit neuer Ausstellung
Der Nationalpark Donau-Auen feiert dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum.
Der Nationalpark Donau-Auen bewahrt die letzte große, naturnahe Flussauenlandschaft Mitteleuropas und erstreckt sich von der Wiener Lobau bis zur Staatsgrenze bei Hainburg. Vor 30 Jahren wurde der Nationalpark gegründet - nun feierten zahlreiche Festgäste dies mit der Eröffnung der neuen Ausstellung „Im Fluss“, die im Schloss Orth im Bezirk Gänserndorf zu sehen ist.
Umweltbildung als Kernessenz
Im Mittelpunkt der neuen Nationalparkausstellung steht die Donau selbst, die durch ihre Existenz Lebensräume für Pflanzen und Tiere schafft. Die Ausstellung im Schloss Orth beleuchtet ökologische Besonderheiten der geschützten Flusslandschaft sowie neueste Projekte und Forschungsergebnisse des Naturparks.
„Von Beginn an ist Umweltbildung unser Kernauftrag – insbesondere für Kinder und Jugendliche“, erklärt Nationalparkdirektorin Edith Klauer im Zuge der Eröffnungsveranstaltung. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung „Im Fluss“ sollen auf spielerische Art und Weise Wissenschaft und das Leben um den großen Strom kennenlernen. Umgesetzt wurde die Ausstellung im Rahmen des Interreg-Projektes Ecovisit SKAT.
Bei der Jubiläumsveranstaltung zu 30 Jahre Donau-Auen v.l.: Landeshauptfrau Stellvertreter Stephan Pernkopf, Nationalparkdirektorin Edith Klauser, Umweltminister Norbert Totschnig und Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
Ökologischer Flussbau
Seit seiner Gründung 1996 setzt der Nationalpark einen Schwerpunkt auf ökologischen Flussbau.Seitenarme der Donau wurden wieder angebunden, hart verbaute Ufer renaturiert und neue Kleingewässer geschaffen. Dieser Weg soll fortgesetzt werden. Heuer stehen in zwei grenzüberschreitenden Vorhaben die Schwalben- und die Paradeisinsel im Mittelpunkt, beide sollen wieder natürlicher und „wilder“ werden.
Auch die Anhebung des Wasserspiegels spielt eine große Rolle in der Umweltarbeit rund um die Donau-Auen. Heute ist der Nationalpark Lebensraum für Amphibien, Fische und Insekten. Jüngst wurden 145 Wildbienenarten nachgewiesen – ein Spitzenwert unter Österreichs Nationalparks. Zudem brüten bis zu sechs Seeadlerpaare jährlich im Gebiet. Unlängst kam es in den Auen auch zum Erstnachweis der Teichfledermaus.
Lebens- und Erholungsraum
Anlässlich des Jubiläums sagt Umweltminister Norbert Totschnig: „Die sechs österreichischen Nationalparks sind Aushängeschilder unseres reichen Naturerbes, sie schützen die ökologisch wertvollsten Naturräume für uns und für die zukünftigen Generationen.“
Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf ergänzt: „Der Nationalpark Donau-Auen verbindet die Bundesländer Niederösterreich und Wien und bietet wertvolle Rückzugsräume für die Natur, genauso wie tolle Naherholungsräume für die Menschen der Region. Somit schützt der Nationalpark nicht nur die einzigartige Flusslandschaft, sondern stärkt auch die Region als attraktiven Lebens-, Erholungs- und Ausflugsraum.
Jährlich zählt der Nationalpark rund 100.000 Besucherinnen und Besucher. Die neue Ausstellung “Im Fluss„ ist noch bis zum 1. November täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Heuer ist es erstmals möglich, mit einem Ticket alle Ausstellungen des Nationalparks, mitsamt des Museums und der Schlossinsel zu besuchen.
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