Mutbürger-Kampagne fördert die Vernetzung der Bürgerlisten

Mutbürger: Stephan Gruber  bl Mautern, Robert Mose…
Foto: Gilbert Weisbier Mutbürger: Stephan Gruber bl Mautern, Robert Moser (v.l.)

Im Wald- und Mostviertel unterstützen viele Mandatare die Mutbürger.

Bei einer Reihe von Treffen will die „Mutbürger-Partei“ in Zusammenarbeit mit örtlichen Bürgerlisten möglichst viele Menschen ansprechen. Es geht darum, Wahlkandidaten ausfindig machen. Derzeit geschieht das verstärkt im Wald- und Mostviertel. Wie berichtet, wollen die „Mutbürger“ bereits bei den Landtagswahlen antreten, benötigen dazu aber noch Unterstützungserklärungen.

Stephan Gruber, Gemeinderat der Bürgerliste „Mautern anders“ ist einer jener Mandatare, die das Engagement der Mutbürger unterstützen. „Bei Treffen von Bürgerlisten-Mandataren im Bezirk hat sich gezeigt, dass wir sehr ähnliche Situationen haben. Der Kontakt hat sich verbessert“, findet Gruber.

Er sieht die Mutbürger-Initiative als Gegenpol zu den bestehenden Parteien und steht als Ansprechpartner im Bezirk Krems zur Verfügung. Er hat für heute, Montag, 18.30 Uhr, im Schüttkasten Mautern ein Bezirkstreffen organisiert. Dabei sollen Struktur und Programm der Mutbürger vorgestellt werden. „Bei uns entscheiden die Bürger, wer antritt. Vorstandsmitglieder dürfen nicht kandidieren“, sagt Initiator Robert Moser.

Skeptisch

Skeptisch wirkt Bürgerlisten-Urgestein Friedrich Rechberger aus Waidhofen/Ybbs. Er war einer der ersten „bürgerbewegten“ und sitzt seit 1986 im Gemeinderat. „Die sind leider viel zu spät dran. Ich würde ihnen Erfolg wünschen – aber oft werden Leute, die etwas geleistet haben, plötzlich hinten gereiht und andere mit etwas bekannteren Namen vorn“, meint er.

Am 14. Jänner ist der Bezirk Horn an der Reihe: Um 18.30 Uhr lädt der Garser Bürgerlisten-Mandatar Gebhard Rydlo ins Gasthaus Falk in Thunau. Auch er fürchtet, dass der Start der Organisation sehr spät kommt: „Dadurch werden sie es schwer haben.“

Forum-Melk-Gemeinderat Reinhard Berger findet den Mutbürger-Antritt persönlich gut. „Ich bin für Vielfalt, deshalb findet ich auch das Antreten von Stronach gut und unterstütze so etwas“, meint er und hofft, dass die Politik bunter wird. Am 15. Jänner, 19 Uhr, findet in Blindenmarkt, Gasthaus Pitzel, ein Treffen statt.

„Ich denke schon, dass das etwas wird“, sagt Ernest Zederbauer von der Bürgerliste Weitra, Bezirk Gmünd. Er lädt am 16. Jänner um 19 Uhr ins Gasthaus Hofer in Gmünd. Zederbauer meint, dass die Initiative die Kontakte zwischen Bürgerlisten verbessern wird.

(kurier) Erstellt am
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