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Femizid in Kottingbrunn: Neue Details nach Rekonstruktion

Am Mittwoch fand in Kottingbrunn im Bezirk Baden die Tatortrekonstruktion jenes Mordes statt, bei dem ein 27-jähriger Steirer eine 28-jährige Frau mit drei Kopfschüssen getötet hat. Die Frau war am 14. Mai tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden.
Der mutmaßliche Täter wird zur Tatortrekonstruktion geführt.

Der Täter ist umfassend geständig und hat den Ermittlern und Vertretern von Staatsanwaltschaft und Gericht den Tatablauf in der Wohnung geschildert und gezeigt. Anhand einer Puppe hat er die tödlichen Momente nachgestellt. Das Opfer wurde aus nächster Nähe mit drei Projektilen aus einer Kleinkaliber-Pistole erschossen. In der Wohnung wurde heute der genaue Tathergang rekonstruiert.

Strafverteidigerin Astrid Wagner, die den Beschuldigten mittlerweile vertritt, war bei der Tatrekonstruktion anwesend. „Kurzgefasst hat mein Mandant zugegeben, dass er dreimal geschossen hat. Er bestreitet aber den Vorsatz.“

Kurzer Rückblick: Was war passiert? Die junge Frau war im Mai über mehrere Tage hinweg nicht erreichbar gewesen. Deshalb machten sich die Eltern Sorgen. Nachdem sie selbst aus einem Urlaub zurückgekehrt waren und ihre Tochter immer noch nicht auf Anrufe reagierte, wurden sie nervös. Deshalb fuhren sie am 14. Mai (Christi Himmelfahrt) zu der Wohnung der 28-Jährigen. Nachdem sie selbst die Türe nicht öffnete, verschafften sich die Angehörigen mit einem Zweitschlüssel Zutritt. Dort machten sie eine schlimme Entdeckung: Die Frau lag leblos in der Wohnung. 

Die 28-Jährige war Sekretärin an einer Schule in Wien und studierte nebenbei auf einer Fachhochschule. 

Strafverteidigerin Astrid Wagner am Tatort.

Strafverteidigerin Astrid Wagner am Tatort.

Strafverteidigerin Astrid Wagner am Tatort.

Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Auf dem Weg zum Tatort

Auf dem Weg zum Tatort

Auf dem Weg zum Tatort

Justizwachebeamte bringen die Puppe, anhand derer die Tat nachgestellt wird.

Justizwachebeamte bringen die Puppe, anhand derer die Tat nachgestellt wird.

Justizwachebeamte bringen die Puppe, anhand derer die Tat nachgestellt wird.

Der Tatort war weiträumig abgesperrt

Der Tatort war weiträumig abgesperrt

Der Tatort war weiträumig abgesperrt

Bereits am 20. Mai gelang Ermittlern des Landeskriminalamtes NÖ in dem Fall der Durchbruch. Sie nahmen einen 27-jährigen Steirer fest. Laut seinem Anwalt Manfred Arbacher-Stöger hat der junge Unternehmer aus dem Baugewerbe bereits gestanden, das Opfer getötet zu haben. Er soll die 28-Jährige mit einer Kleinkaliber-Pistole erschossen haben.

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Sportschütze mit mehreren Waffen

Laut dem damaligen Anwalt des Beschuldigten, Manfred Arbacher-Stöger, hatten sich der Steirer und die 28-Jährige via Facebook kennengelernt und nach einiger Zeit verabredet. Sie sollen auch eine kurze Beziehung gehabt haben. Bei einem gemeinsamen Treffen in der Wohnung in Kottingbrunn kam es dann zu einem Streit, der völlig eskalierte.

Der Verdächtige gab an, eine seiner vielen Waffen geholt zu haben. Als Sportschütze besitzt er unter anderem eine kleinkalibrige Pistole (Kaliber 22). Mit der Waffe sei er in die Wohnung der 28-Jährigen gegangen und habe sie getötet. Bei den Einvernahmen gab der Mann an, in seiner Ehre und seinem Stolz gekränkt worden zu sein. 

Schussgutachten soll Aussagen bestätigen

Anwältin Astrid Wagner sagt nach der Tatrekonstruktion, dass ihr Mandant wiederholt habe, dass der oben erwähnte Streit eskaliert sei. Das Schussgutachten von Ingo Wieser, das laut Wagner bereits vorliegt, bestätige im Wesentlichen den vom Beschuldigten geschilderten Tatablauf. Wagner geht davon aus, dass das Gericht noch ein psychologisches Gutachten beauftragen wird.

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