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Nach Femizid: Schule in OÖ bleibt möglicherweise vorerst geschlossen

Ein Abstimmungsgespräch soll Klarheit über das weitere Vorgehen bringen.
Großes, beleuchtetes Schulgebäude mit Glasfassade, bunten Kinderzeichnungen und dem Schriftzug „Bilger Breustedt Schulzentrum“.

Nach dem Femizid in einer Schule in Taufkirchen an der Pram (Bezirk Schärding) am Freitag wird am Sonntag über den weiteren Schulbetrieb entschieden. Eine Runde aus Vertretern der Bildungsdirektion, der Krisenhilfe Oberösterreich, des Lehrpersonals sowie der Gemeinde führt dazu ein Abstimmungsgespräch. Laut APA-Informationen soll dabei über eine Schulschließung für Montag diskutiert werden.

Denkbar ist eine unterschiedliche Vorgangsweise für die Volks- und die Mittelschule, die in demselben Schulzentrum untergebracht sind. So könnte etwa die Volksschule offen bleiben, die Mittelschule aber zumindest am Montag für den Unterricht geschlossen werden.

Umgestaltung des Bereichs der Schulbibliothek möglich

Ein weiteres Problem soll der Umgang mit der Schulbibliothek sein, in der die Leiche der 28-jährigen Lehrerin gefunden wurde. So befinde sich der Tatort nicht irgendwo in einem separaten Bereich des Gebäudes, sondern sei relativ zentral gelegen, hieß es. Dadurch müssten Schülerinnen und Schüler den Ort des Geschehens immer wieder passieren. Auch eine Umgestaltung des Bereiches wird in der Runde diskutiert, erfuhr die APA.

Ein Polizist steht vor einem Eingang, im Hintergrund gehen Personen in Schutzanzügen durch einen modernen Flur.

Hintergrund der Tat dürfte Eifersucht gewesen sein.

Die Bildungsdirektion Oberösterreich versprach am Samstag in einer Presseaussendung "Maßnahmen zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, des Lehrpersonals sowie der Angehörigen." Noch am Freitag führte die Krisenhilfe Oberösterreich eine Erstintervention durch. Die psychosoziale Unterstützung der Schulgemeinschaft durch die Krisenhilfe Oberösterreich und die Schulpsychologie sei sichergestellt, wurde in der Aussendung weiters versprochen.

Bei dem Femizid soll am Freitag ein 29-jähriger Pädagoge seine um ein Jahr jüngere Kollegin mit einem zweischneidigen Dolch und einer Schusswaffe in der Schulbibliothek getötet haben. Die Waffe hatte der Mann, der nach der Tat Suizid beging, legal besessen. Hintergrund dürfte offenbar unerwiderte Liebe sein, und dass die Frau eine andere Beziehung einging.

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