© Gilbert Weisbier

Chronik Niederösterreich
06/28/2012

Mörder und Komplize quälten Frau

Krems: Das Opfer schildert den Vorfall: Die Gewalttäter waren eifersüchtig.

„Ich habe geglaubt, es ist aus", schildert Jessica F. aus Krems ihre Todesangst. Zwei Stunden lang befand sich die 23-Jährige in den Händen eines verurteilten Mörders und dessen Freundes. Sie schlugen aus Eifersucht in ihrer Wohnung abwechselnd auf die junge Frau ein, während ihre beiden Kleinkinder nebenan schliefen.

Erst Anfang Juni war der 26-jährige Alfred K. zuletzt aus dem Gefängnis frei gelassen worden. Davor hatte er acht Jahre abgesessen, weil er bereits mit 15 eine damals 18-jährige Frau wegen verschmähter Liebe zu Tode geprügelt hatte. Am Dienstag gegen 2.30 Uhr war er gemeinsam mit dem gleichaltrigen Daniel E. bei der Frau angerückt.

„Wir hatten versucht, eine Beziehung aufzubauen. Er wollte reden", erzählt Jessica F. Die Männer seien eifersüchtig gewesen, weil die Frau mit anderen – teils gleichzeitig – ebenfalls sexuelle Beziehungen gehabt hatte. „Alfred war ganz ruhig, ist nur zwei Mal ausgezuckt, weil ihm der Daniel Blödsinn erzählt hat. Alfred wollte ihn beruhigen. Daniel hat mich aber an den Haaren zu Boden gerissen, auf meinen Kopf eingeschlagen, mich mit dem Umbringen bedroht. Und den Mund zugehalten, damit ich nicht schreie", erzählt das Opfer, das nach Behandlung aus dem Spital entlassen wurde.

Als die Frau endlich die Polizei rufen konnte, wiesen die Beamten die Männer aus der Wohnung. K. weigerte sich und wurde – gegen erbitterte Gegenwehr – festgenommen. E. wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Kinder haben den Vorfall nur zum Teil mitbekommen. Hausbewohner fordern nun per Unterschriftenliste den Auszug der Frau. „Wir haben Angst", sagt Herta Kuttner.

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