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Chronik Niederösterreich
04/09/2019

Millionenpleite eines bekannten Jagdguts - Gläubiger segnen Sanierungsplan ab

Bisher haben 71 Gläubiger rund 3,121 Millionen Euro Forderungen angemeldet.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Das Jagdgut Hohenlehen in Opponitz, Bezirk Amstetten, blickt auf eine lange Tradition zurück. 1905 wurde es vom Gründer der Kronenzeitung, Gustav Davis, begründet. Das Gut ist mittlerweile im Besitz von Angelika Schmidtkunz. Anfang Jänner 2019 wurde laut Creditreform über das Vermögen der Einzelunternehmerin Angelika Schmidtkunz, der Inhaberin des Jagdguts, ein Sanierungsverfahren eröffnet.

Bis heute wurden von 71 Gläubigern rund 3,121 Millionen Euro an Forderungen angemeldet. Hauptgläubiger ist die Schmidtkunz‘sche Familienstiftung um Michael Schmidtkunz mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein. Die Schmidtkunz‘sche Familienstiftung hat Forderungen in Höhe von 1,839 Millionen Euro und 246.000 Euro. Diese wurden vom Massverwalter auch anerkannt. Geschäftsführer Michael Schmidtkunz hat zwei Forderungen in Höhe von 108.000 Euro und 24.700 Euro. Die Familie soll aber eine sogenannte Rückstehungserklärung abgegeben haben.

Die Hausbank fordert 231.000 Euro und ist durch eine Versicherungspolizze und eine Liegenschaft besichert.

Seitdem wurde der Jagd- und Forstbetrieb in Opponitz mit dem Ziel einer Unternehmenssanierung erfolgreich fortgeführt.

Das insolvente Einzelunternehmen betreibt neben einer Land- und Forstwirtschaft, auch die Jagd und eine Fischzucht. „Bekannt wurde die vom Geschäftsführer Michael Schmidtkunz entwickelte sogenannte Papstwurst Salsiccia per la Guardia del Papa für die Schweizer Garde“, sagt Stephan Mazal von Creditreform.

 

Abgesegnet

Heute, Dienstag erfolgte die Abstimmung über den Sanierungsplan. "Mit großer Mehrheit haben die Gläubiger der Sanierung zugestimmt", sagt Stephan Mazal von Creditreform. Die über hundertjährige Familientradition kann nunmehr nach der Sanierung des Betriebes fortgesetzt werden. Das Jagdgut Hohenlehen wurde nach vier Monaten erfolgreich restrukturiert.

Die Gläubiger werden insgesamt 20 Prozent Quote erhalten. Eine Barquote von acht Prozent ist bis 15. Juni 2019 muss beim Insolvenzverwalter erlegt werden, je sechs Prozent sind binnen einem und zwei Jahren zu zahlen.


 

 

 

 

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