Mangel an Informationen in der Notarztdebatte
Lukas Michlmayr und Mario Wührer, ÖVP-Landtagsmandatare.
Mehr Kommunikation und weniger Streit unter den Mitgliedern der Landesregierung in der Notarztdebatte wünschen sich die ÖVP-Abgeordneten im Bezirk Amstetten. Mit der angestrebten, aber sehr umstrittenen Schließung des Notarztstützpunktes in Waidhofen/Ybbs ist der Bezirk selbst von der geplanten Auflassung von landesweit 11 Stützpunkten konfrontiert.
Die ÖVP-Mandatare Mario Wührer (Waidhofen/Ybbs) und Lukas Michlmayr (Haag) stehen zu dem von der schwarz-blauen Koalition initiierten Dringlichkeitsantrag an SPÖ-Landesrätin Eva Prischl in der vorwöchigen Landtagssitzung. Wie berichtet, wurde Prischl aufgefordert, bei der Schaffung der neuen Notarztstruktur in NÖ mehr Aktivität zu zeigen.
Viele Fragen
„Wir wollen einfach wissen, wie es mit der Umsetzung läuft, wo sie stockt und in welchen Bereichen es Handlungsbedarf gibt“, so Wührer im Rahmen eines Pressegesprächs. Prischl sei einerseits bedauernswert, weil sie die Aufgabe, mit der sie vom Landtag beauftragt wurde, umsetzen wolle, aber von Parteichef Sven Hergovich daran gehindert werde, behaupten Wührer und Michlmayr.
Man wisse in der Region nicht, wo die Umsetzung der ab 1. April anstehenden Ersatzmaßnahmen für die Waidhofner Notarztstation stehe, sagt Michlmayr. Die Installierung der RTW-C-Einheiten und Acute Community Nurses (ACN) sowie deren Abstimmung mit dem Rettungshubschrauber bei Tag- oder Nachteinsätzen sei bis 1. April 2027 zu lösen, „aber es gibt dazu keine Informationen“, sagt Michlmayr.
Als politisches Foul sehen die Mostviertler Abgeordneten die Ankündigung Hergovichs, dem demnächst im Landtag anstehenden Landes-Doppelbudget die Zustimmung zu verweigern, weil das Geld für das Rettungswesen fehle. Michlmayr: „Das ist falsch. Die Notarztversorgung ist im Budget klar abgebildet.
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