© Robin Weigelt

Chronik Niederösterreich
11/20/2020

Lisa Pac liefert Soundtracks fürs Leben

Ihr erster Song wurde im Vorjahr im Radio gespielt, mittlerweile ist die 27-Jährige eine Hitgarantin und hat einen Fixplatz am heimischen Pophimmel.

von Marlene Penz

Vielleicht nicht ihr Gesicht, aber doch ihre Songs sind vielen bekannt. „Helium“ und „Cool“ sind eingängige Pop-Ohrwürmer, bei denen man mitsingt, ohne es recht zu merken. Sie sind seit einigen Monaten Fixstarter in den Playlists heimischer Radiostationen. Die junge, talentierte Frau dahinter ist Lisa Pachinger – alias Lisa Pac – aus Mauerbach im Bezirk St. Pölten.

Sie schreibt, produziert und singt. „Ich habe ein eigenes Studio in meiner Wohnung in Wien“, erzählt sie. Das war auch ein Grund, warum sie nach ihrem Studium in London (Songwriting) wieder zurück nach Österreich gekommen ist. „Ich wollte mich zu 100 Prozent auf meine Musik konzentrieren und mein eigenes Studio haben – das wäre dort nicht gegangen, ein Leben in London ist so teuer, da hätte ich einen gut bezahlten Job gebraucht“, sagt die 27-Jährige. Die Musik wäre zu kurz gekommen und Musikerin sein war alles, was sie wollte. „Es gab keinen Plan B – ich habe mich immer davor gescheut einen zu kreieren. Ich glaube, wenn man den hat, dann hat man Plan A bereits verloren.“

Mit Plan A läuft es gut. Im Mai 2019 lief ihre erste Single „Sunshine“ bei FM4. Mit ihren drei weiteren Veröffentlichungen ist sie auf fast allen österreichischen Sendern vertreten. „Ich freue mich noch immer und beginne zu tanzen, wenn ich einen meiner Songs im Radio höre – was meistens im Auto ist, weshalb ich mich dann doch immer zusammenreißen muss, damit es nicht gefährlich wird“, erzählt sie lächelnd.

Billiger als Therapie

Dass ihre Musik „tanzbar“ ist, ist ihr wichtig und dass sie so vielen Menschen wie möglich gefällt. „Und das geht mit Popsongs. Die basieren zwar nur auf wenigen Akkorden, aber wenn sie richtig gut sein sollen, dann sind sie oft schwieriger zu schreiben als komplexe Songs“, betont die Vollblutmusikerin, die Gitarre und Klavier spielt. Wichtig sei aber nicht nur die Melodie, sondern auch der Text – besonders für sie selbst. Er ist „die emotionale Basis. Für mich ist das ein bisschen tagebuchmäßig – und das ist billiger als Therapie.“

In ihren bisherigen Songs geht es um Liebe, Beziehungen und Trennungen. Geschrieben hat sie sie bei sich zu Hause, mit ihrem Produzenten ging es dann ins Studio – in die Villa Lala in Wien-Hitzing, dem von Julian le Play und Filous geschaffenen Ort, an dem sich viele heimische Künstler einfinden, um kreativ zu sein, und Musik zu machen – und da „wird dann ausgeformt“.

Hohe Ziele

Im Jänner wird Lisa Pac ihre nächste Single veröffentlichen. Eigentlich hätte mit der Veröffentlichung von „Cool“ und dem Video dazu im März eine Reihe von öffentlichen Auftritten und Konzerten starten sollen – auch am Frequency in St. Pölten sollte sie auf der Bühne stehen. Doch dann war alles anders. „Das ist natürlich extrem schade, das Live-Erlebnis gehört dazu. Damit schafft man auch eine Fan-Bindung. Und man kann ausprobieren, welche neuen Songs ankommen und welche nicht“, so die Musikerin. Dennoch: „Für meine Musik waren die letzten Monate extrem positiv, weil ich irrsinnig am Sound gefeilt habe. Ich habe nur noch das gemacht, wo ich Gänsehaut bekommen habe – und ich hoffe, das spürt ihr auch.“

Ihre Ziele für die Zukunft sind hochgesteckt: Sie will so viele Soundtracks wie möglich schaffen, nicht etwa von Filmen, sondern „von anderen Leuten. Du hörst meinen Song Helium am Weg nach Italien und immer wenn du ihn danach hörst, denkst du daran.“ Sie möchte damit Grammys gewinnen und auf Welttournee gehen. Und dafür ist der Name Lisa Pac auch besser geeignet, als Lisa Pachinger. „Nicht, weil die Leute denken, ich bin mit 2Pac verwandt“, meint sie scherzend, „sondern weil Pachinger im Englischen so schwierig zum Aussprechen ist, da hab ich es vereinfacht.“

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