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Leichenfunde in NÖ: Drei Männer beim Stand-Up-Paddling ertrunken?

Die drei Männer galten zuvor bereits als vermisst. Im Rahmen einer Suchaktion wurden ihre Leichen am Donnerstag entdeckt.
Polizei und Tatort-Spezialisten des LKA NÖ am Fundort der drei Leichen in Gerasdorf.

Im Bezirk Korneuburg sind am Donnerstag in der Früh im Marchfeldkanal bei Gerasdorf drei Leichen entdeckt worden. Die jungen Männer aus dem Raum Wien waren bereits Anfang der Woche anscheinend zu einem gemeinsamen Ausflug mit Stand Up-Paddles aufgebrochen und galten seit Montag als vermisst.

Wehranlage im Marchfeldkanal: Bei der Durchfahrt besteht Lebensgefahr

Wehranlage im Marchfeldkanal: Bei der Durchfahrt besteht Lebensgefahr

Landeskriminalamt ermittelt

Im Zuge einer umfangreichen Suchaktion wurden die Leichen schließlich am Donnerstag im Wasser aufgefunden, wie der KURIER aus Polizeikreisen erfahren hat. Die Freiwillige Feuerwehr Gerasdorf forderte den Tauchdienst an, worauf Einsatztaucher der Berufsfeuerwehr Wien an die Einsatzstelle zum Marchfeldkanal ausrückten. Die Taucher bargen alle drei Leichen.

Zur Klärung der Todesumstände hat das Landeskriminalamt Niederösterreich die Ermittlungen übernommen. Tatortspezialisten sind seit Donnerstagvormittag mit der Spurensicherung am Fundort beschäftigt.

Polizei und Tatort-Spezialisten des LKA NÖ am Fundort der drei Leichen in Gerasdorf.

Polizei und Tatort-Spezialisten des LKA NÖ am Fundort der drei Leichen in Gerasdorf.

Die Hintergründe gelten als besonders mysteriös. Die Polizei ist derzeit dabei die Umstände restlos zu klären. Es ist nicht auszuschließen, dass das Trio versucht hat mit den Stand Up-Paddles eine Wehranlage zu durchqueren.

Lebensgefahr durch Walzenbildung

In diesem Zusammenhang hat die Betriebsgesellschaft des Marchfeldkanals am Donnerstag kurz nach dem Leichenfund einen Warnhinweis veröffentlicht. „Die Durchfahrt durch Wehranlagen ist grundsätzlich verboten. Das Durchfahrtsverbot besteht auf wasserrechtlichen und sicherheitsrelevanten Bestimmungen. Bei der Durchfahrt besteht Lebensgefahr, da starke Unterströmungen, Walzenbildungen und unvorhersehbare Wasserbewegungen auftreten. Boote, Kanus oder Kajaks können durch Strömungen erfasst, beschädigt oder zum Kentern gebracht werden“, so die Warnung.

Es besteht der Verdacht, dass die drei jungen Männer beim Versuch eine Wehranlage zu durchfahren, ertrunken sind.

Wie der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft des Marchfeldkanals, Franz Steiner im Gespräch mit dem KURIER erklärt, gilt die Wehranlage bei der Unglücksstelle in Gerasdorf als besonders gefährlich. "Das Wasser wird aufgestaut und man hat dort einen Überfall von einem Meter. Es fließen 5.000 Liter pro Sekunde durch. Dieser Wasserwalze entkommt man nicht", sagt Steiner.

Wegen der Gefahr ist die Wehranlage auch mit Seilen abgesperrt. 

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