© APA/HELMUT FOHRINGER

Chronik Niederösterreich
06/28/2012

Leiche ohne Beine: Pkw in Serbien konfisziert

Ein Serbe, 61, soll seinen Landsmann erschlagen und ihm die Beine abgetrennt haben. Jetzt wurde das Fluchtauto entdeckt.

Die Beweislage muss hieb- und stichfest sein. Im spektakulären Mordfall der Leiche ohne Beine im Wienerwald bei Gablitz haben die Ermittler des nö. Landeskriminalamtes ein weiteres Puzzlestück gefunden. Das verschwundene Auto des Opfers, in dem der Täter vermutlich die Leiche transportiert hat, ist kürzlich in Serbien aufgetaucht.

Die Vorwürfe sind schwerwiegend: Der Serbe Jozef E., 61, soll seinen Landsmann Milenko Marinkovic, 58, erschlagen, ihm die Beine abgetrennt und schließlich in einem mit Seilen verschnürten Paket bei Gablitz in den Wald geworfen haben. E. zeigte sich bisher äußerst zugeknöpft und leugnet vehement die Tat. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf seinen nächsten Haftprüfungstermin am 2. Juli. Der Fall liegt mittlerweile übrigens bei der Staatsanwaltschaft Wien, wie Sprecher Thomas Vecsey dem KURIER bestätigte.

Blutspuren

Mit jedem Tag wird die Beweislast gegen Jozef E. jedoch erdrückender. Fündig wurden die Fahnder bereits an E.s Wohnadresse im 14. Wiener Gemeindebezirk. Im Kellerabteil, dem möglichen Tatort, entdeckten sie Blutspuren des Opfers. Auch ein blutverschmierter Hammer, der als Tatwaffe infrage kommt, wurde sichergestellt.

Unklar ist jedoch noch, was der Täter mit den abgetrennten Beinen angestellt hat. Es könnte sein, dass die Gliedmaßen auf dem Weg nach Serbien „entsorgt" wurden.

Motiv

Deshalb wird es nun auch als Erfolg gewertet, dass die Ermittler den Toyota RAV4 des Opfers, der nach der Tat verschwunden war, in Serbien entdeckten. Der Wagen könnte ein mögliches Mordmotiv und natürlich das Fluchtauto sein. Das Fahrzeug wurde bei einem Bekannten des in Haft befindlichen 61-Jährigen konfisziert.

Das Auto soll so schnell als möglich auf Spuren und weitere Beweise untersucht werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass die ausgezeichnete Tatortarbeit der Ermittler die Grundlage für eine Mordanklage ist.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.