Zwischen Budget und KI: Eisenmagen übernimmt LG Korneuburg
Bei der Amtseinführung im Landesgericht Korneuburg v.l.n.r: Katharina Lehmayer (Präsidentin des Oberlandesgerichtes Wien), Andrea Hahn (ehemalige Präsidentin des Landesgerichts Korneuburg), Birgit Eisenmagen (neue Präsidentin des Landesgerichts Korneuburg) und Justizministerin Anna Sporrer.
Die neue Präsidentin des Landesgerichts Korneuburg heißt Birgit Eisenmagen – und das bereits seit dem ersten Dezember 2025. Offiziell ins Amt eingeführt wurde die ehemalige Vizepräsidentin des Landesgerichts St. Pölten jedoch erst am Montag.
Hoher Besuch in Korneuburg
Zu diesem Anlass durfte sich das Landesgericht Korneuburg über hochrangigen Besuch freuen. Neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Justiz sowie der Exekutive nahm auch Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) am Festakt teil. Katharina Lehmayer, Präsidentin des Oberlandesgerichts Wien, führte die neue Gerichtspräsidentin unterdessen offiziell in ihr Amt ein.
Im Zentrum der feierlichen Ansprachen standen abermals die budgetären Entwicklungen, mit denen die Justiz derzeit konfrontiert ist. „Leider haben wir keinen Speckgürtel, den wir jetzt abbauen können – so ist die Justiz nicht gestaltet“, erklärt die Präsidentin des Oberlandesgerichts Wien in diesem Zusammenhang. Am Landesgericht Korneuburg laufe es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen glücklicherweise noch gut.
KI als Herausforderung
Die Herausforderungen, die mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz auf die Gerichte zukommen, machen den Landesgerichten allerdings zusätzlich zu schaffen. Für eine tatsächliche Arbeitserleichterung sei KI nämlich oftmals noch zu fehlerhaft. Die Folge seien aufwendige und zeitintensive Kontrollen durch Richterinnen und Richter.
Dieser Thematik will sich Eisenmagen während ihrer Amtszeit unter anderem widmen: „Ich bin der festen Überzeugung, dass künstliche Intelligenz nie die Entscheidungskraft eines Richters, einer Richterin ersetzen wird, aber ich sehe sie dennoch als nützliches Werkzeug“, erklärt die neue Präsidentin des Landesgerichts gegen Ende ihrer Ansprache.
Sie sei sich der Verantwortung, die mit ihrer neuen Funktion einhergehe, bewusst, freue sich aber zugleich auf die bevorstehenden Herausforderungen.
Leben
- 1970 geboren
- Matura im Gymnasium Wenzgasse, 1130 Wien
- Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften in Wien
Wirken
- Am 1. Oktober 1997 zur Richterin des Landesgerichts St. Pölten ernannt und mit der Leitung einer arbeits- und sozialgerichtlichen Abteilung betraut
- Am 1. November 2010 zur Vorsteherin des Bezirksgerichts Neulengbach bestellt
- Seit Oktober 2021 als Vizepräsidentin, Richterin und Mediensprecherin am Landesgerichts St. Pölten tätig
- Mit 1. Dezember 2025 zur Präsidentin des Landesgerichtes Korneuburg ernannt
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