© Stephanie Atteneder

Chronik Niederösterreich Krems
10/20/2021

Waldbaden: Sinne schulen und Komfortzone erweitern

Wildnistrainerin Stephanie Atteneder lädt in den Wald. Für mehr Ruhe und Ausgeglichenheit im Alltag.

von Katrin Schinewitz

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Die Natur bewusst wahrnehmen und die Veränderungen des Waldes spüren und beobachten. Unterschiedliche Sinne aktivieren und einfach mal entspannen. Diese Stichwörter kann man auch in einem einzigen Begriff zusammenfassen: Waldbaden.

Stephanie Atteneder, ausgebildete Waldpädagogin und Wildnistrainerin, bietet seit dem Sommer in Kooperation mit der Volkshochschule Krems den Kurs "Offline im Wald - Waldbaden" an. Die Niederösterreicherin lädt Interessierte dazu ein, drei Stunden mit ihr gemeinsam im Wald zu verbringen und so, über Überforderung und Aussichtslosigkeit im Alltag hinwegzukommen. "Ziel des Waldbadens ist, den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wir wollen den Klang der Natur hören, die Luft des Waldes spüren und den Duft des Waldes riechen. Wir sehen die Farben des Waldes in all ihrer Vielfalt und schmecken die Kräuter des Waldes." So beschreibt Stephanie Atteneder die Ansätze des Waldbadens.

Naturverbundenheit im Alltag

Besonders wichtig ist der Waldpädagogin, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen das Wort "offline" auch ernst nehmen. Das Handy soll abgedreht werden und für ein paar Stunden einfach vergessen werden. "Ich möchte die Menschen motivieren, die Natur wieder verstärkt in ihren Alltag aufzunehmen und gleichzeitg ihre Naturverbundenheit stärken", sagt die junge Mutter.

Außerdem schildert sie eine Erfahrung vom ersten Kurs im Sommer, die sie mit einem älteren Pärchen gemacht hat. "Die beiden sind zum ersten Mal seit Jahren wieder barfuß durch den Wald gelaufen und waren unglaublich berührt von dieser Erfahrung. Solche Momente bestärken mich in meiner Arbeit und zeigen, wie wichtig die Natur für die Menschen ist."

Einzelveranstaltungen buchbar

Der ursprüngliche Plan war es, eine Gruppe vier Mal im Jahr, also einmal pro Jahreszeit, zu treffen und so konkret auf die Veränderungen des Waldes eingehen zu können. Da die Corona-Pandemie allerdings dazwischenfunkte, musste der Kurs nicht nur des Öfteren nach hinten verschoben werden, sondern kann jetzt auch für einzelne Jahreszeiten um jeweils 39 Euro gebucht werden. Der erste Block "Sommer" konnte dieses Jahr abgehalten werden und am 23. Oktober von 9 bis 12 Uhr folgt der Herbst-Block. Anmeldungen sind weiterhin auf der Homepage der Volkshochschule Krems möglich.

"Wenn es die Pandemie zulässt, wird es auf alle Fälle auch einen Winter-Block geben", verspricht die Waldexpertin. Auch weitere Termine für nächstes Jahr seien in Planung.

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