© Renaturierung Donau-Nebenarm Rü/viadonau/Zinner

Chronik Niederösterreich Krems
05/28/2021

Projekt bringt mehr Lebensraum für Tiere in der Wachau

Ein erneuerter Nebenarm der Donau schafft in Rührsdorf/Rossatz neues Habitat für Flora und Fauna.

von Teresa Sturm

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Sehr lange wurde das Renaturierungsprojekt „LIFE+ Auenwildnis Wachau“ von der Wasserstraßenbetriebsgesellschaft Viadonau vorbereitet und umgesetzt. In Rührsdorf bzw. Rossatz wurde ein Nebenarm der Donau wiederhergestellt.

Dieser 1,6 Kilometer lange Abschnitt wird nun ganzjährig durchströmt. Von der Pritzenau kommend und gegenüber von Dürnstein in die Donau mündend wird der

Schopper nun durch eine 100 Meter breite Mulde vom Hauptstrom gespeist. Um auch aus dem alten Nebenarm wieder mehr Wasser in das Augebiet zu führen, wurde im Rahmen der Bauarbeiten die Rührsdorfer Brücke erweitert.

Donauarm

Die natürlichen Ufer und die geschützte Auwaldinsel können nun wieder mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten. „Gleich einem natürlichen Nebenfluss soll der neue dynamische Donauarm nun wieder Flachufer und Steilufer ausbilden und strömungsliebenden Fischarten wie Huchen, Nasen und Barben einen Lebensraum bieten“, heißt es von Viadonau. Neben Fischen profitieren auch Eisvögel, Flussuferläufer, Libellen und viele andere Gewässerbewohner von dem Projekt, das etwa von der Europäischen Union gefördert wird.

Bei der Besichtigung zeigte sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf erfreut: „Dieses vom Land Niederösterreich finanziell stark unterstützte LIFE+ Projekt Auenwildnis Wachau zeigt einmal mehr, wie ökologisch sinnvoll die Anbindung von Nebenarmen an die Donau ist. Gemeinsam mit den Projektpartnern ist es uns erneut gelungen, Habitate für Fauna und Flora zu schaffen und dabei eine der ursprünglichsten Au-Landschaften Europas für Generationen zu schützen und zu erhalten.“

Naturschatz

Für Staatssekretär Magnus Brunner ist es gelungen, den Naturschutz des Landes mit behutsamen Maßnahmen zu erhalten: "Genau das ist mit diesem bemerkenswerten LIFE-Projekt auf vielfältige Weise gelungen."

Laut viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler habe man mit dem Projekt "LIFE+ Auenwildnis Wachau" vielfältige ineinandergreifende Ansätze verfolgt: "Von der Schaffung spezifischer Kleinstlebensräume zum Beispiel für Amphibien und Nisthilfen für Seeadler über die Bekämpfung von Neophyten und der Pflanzung eines ganzen Auwaldes mit 5.000 Schwarzpappeln bis hin zur konkreten Gewässervernetzung, investieren wir viel flussökologisches Know-How und Engagement unserer Expertinnen und Experten.“

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