© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich Krems
03/19/2021

Lebendige Kremser Lokalgeschichte statt staubiger Artefakte

Die Mitglieder des Archivvereins sammeln besondere Blickwinkel auf die Kremser Vergangenheit.

von Sophie Seeböck

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Würde man den gesamten Fundus des Kremser Archivvereins abwiegen, wäre er bestimmt über eine Tonne schwer. Der geschichtliche Mehrwert der gesammelten Dokumente wiegt für die Region Krems aber weit mehr.

Für die Nachwelt bewahren

Das Herzstück des Vereins, das Archiv, liegt in Senftenberg, im Gebäude des Obmanns Erich Voglauer. Der 73-jährige ehemalige Journalist und Unternehmer war es auch, der 2014 den Verein gründete. „Als ich mich zur Ruhe setzte, wollte ich meinen persönlichen Fundus übergeben. Da ich in der Familie keinen Abnehmer hatte, wollte ich meine Sammlung dem Kremser Museumsverein überlassen“, erzählt Voglauer.

Seitens des Museumsvereins riet man ihm aber zur Gründung eines eigenen Vereins.

Mittlerweile hat sich die Mitgliederzahl von ursprünglich zehn auf rund 20 verdoppelt und auch der Fundus ist stark gewachsen. „Anfangs galt unser Grundsatz: ,Was mehr Wert ist als eine Laus, nehmen wir mit nach Haus‘“, so Voglauer.

Von der Zeitung bis zum Bierdeckel

So wurden neben Dokumenten und Vereinschroniken auch akademische Arbeiten, die die Region Krems behandeln, Zeitungssammlungen, aber auch Abzeichen, Aufkleber, Einladungen zu Veranstaltungen, Plakate und sogar Bierdeckel gesammelt.

Den größten Teil des Archives machen aber neben Hunderttausenden Fotos und Videomaterial, von dem Voglauer viel selbst aufgenommen hat, vor allem Zeitungen aller Art aus.

Doch auch Kurioses wie sogenannte Duell-Verhandlungen sind im Besitz des Archivvereins.

Reger Austausch über Facebook

Voglauer sieht sich selbst aber nicht als klassischen Archivar. „Ich bin nicht nur ein Bewahrer, sondern möchte die Geschichte der Region auch lebendig machen.“

So teilt das Team viele Teile der Sammlung auch über Facebook, wo ein reger Austausch stattfinde.

Platzmangel

Generell möchte der Verein einen niederschwelligen Zugang zur lokalen Geschichte schaffen und ein Bindeglied zwischen Sammlern und offiziellen staatlichen Archiven sein. Der Zugriff auf den Fundus ist jedem erlaubt.

Momentan ist der Platz in seinen eigenen vier Wänden beengt, erzählt Voglauer. Neues Material ablehnen könne er aber nicht.

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