© Sophie Seeböck

Chronik Niederösterreich Krems
12/10/2021

Kremser Konditorei Hagmann gibt Tipps für die Weihnachtsbäckerei

Manuela und Thomas Hagmann über ihre Philosophie, treue Kunden im Lockdown und süße Weihnachtsleckereien.

von Sophie Seeböck

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Kipferl, Kekserl und Co. versüßen seit jeher die Vorweihnachtszeit. Obwohl die Konditorfamilie Hagmann aus Krems jeden Tag des Jahres von süßen Leckereien umgeben ist, wird auch abseits der großen Backstube in den eigenen vier Wänden gebacken. 

Tipps vom Konditormeister

Die Expertise von Konditormeister Thomas Hagmann fehlt aber auch dort nicht. "Das Wichtigste ist immer, dass nicht an den Zutaten gespart werden sollte. Das verhält sich wie beim Wein - die Fehler im Weingarten, kann man auch im Keller nicht mehr ausbessern", so der erste Tipp fürs Keksebacken vom Profi. "Zweitens ist hudeln immer schlecht."

Sollte ein Keks dann nicht dem eigenen Geschmack entsprechen, gilt es weitere Rezepte zu probieren, denn laut dem Chef "gibt es keinen schlechten Keks, nur verschiedene Geschmäcker" - lediglich zu dunkel sollten sie nicht werden. Der letzte Tipp des Konditormeisters: "Frisch ist immer besser. Darauf achten auch wir im Geschäft". Um den Lebkuchen länger saftig zu halten, empfiehlt Hagmann beispielsweise, ein Stück Apfel oder Orange mit in die Keksdose zu legen und diese im Kühlschrank aufzubewahren. 

Lebkuchen in jeder Variation

Fertigen Lebkuchenteig kann man auch bei ihnen in der Konditorei kaufen, heuer wird sogar ein eigener Bausatz für Lebkuchen-Häuser angeboten. „Eigentlich hatten wir die Bausätze früher für die Schulen entwickelt, die fertigen Häuser wurden dann am Adventmarkt verkauft“, erklärt Chefin Manuela Hagmann. Dieses Jahr kauften die Bausätze viele im Geschäft als Beschäftigung im Lockdown.

Rund 15 verschiedene Lebkuchensorten werden angeboten. „Am beliebtesten ist unsere Hausmischung, die viele Sorten vereint. Doch auch unsere Wachauer Weinbeißer kommen sehr gut an“, kennen die Chefleute ihre Kunden bereits.

Individualität auf Kundenwunsch ist generell eine Philosophie des Hauses. So sei das Sortiment viel größer als jenes in den Vitrinen, da viel in Kooperation mit regionalen Kunden spezifisch geschaffen wird.

Alles auf Kundenwunsch

Auch in der Konditorei selbst wird auf die Präferenzen der Kundschaft eingegangen: Wer nur eine Tasse der Lieblingskekserl statt einer bunten Auswahl haben möchte, bekommt diese genauso wie eine personalisierte Mischung der gewünschten Lebkuchensorten.

Diese Kundenorientierung hat sich bei der Familie Hagmann selbst durch die Pandemie nicht geändert. „Wir haben auch im Lockdown unsere regulären Öffnungszeiten beibehalten, um unseren Kunden aber natürlich auch uns selbst und unseren 40 Mitarbeitern Sicherheit zu geben“, erklärt Manuela Hagmann. Die Kunden danken es der Konditorfamilie mit regem Betrieb, trotz hochgestellter Kaffeehausstühle.

Weihnachtsstimmung to go

Ihren Kaffee trinken die Stammkunden bis zur Wiederöffnung mit Sicherheitsabstand in der Gasse. Die neue Attraktion der Konditorei Hagmann ist ohnehin am besten von der Unteren Landstraße aus zu betrachten.

Der Schwiegervater hat als leidenschaftlicher Modellbauer in mühevoller Handarbeit mit seinen Enkelinnen die "Stille Nacht"-Kapelle in die Auslage gezaubert. Auf Knopfdruck fährt unter dem künstlichen Hügel ein Zug mit verschiedenen Leckereien vorbei.

Traditionelle Philosophie liegt im Trend

Viele erledigen in der Konditorei auch ihre Weihnachtseinkäufe. „Mit unseren Schokoladen oder Pralinen füllen wir gerne auch Geschenkkörbe“, so die Chefin.

Die Produkte, aber auch die Zutaten wie Marmelade, werden in Handarbeit hergestellt oder in der Region eingekauft. „Unsere Philosophie ist jetzt trendig“, schmunzelt der Chef. „Regionalität, Handarbeit und Authentizität gab es bei uns schon immer. In der langen Geschichte des Familienbetriebs Hagmann habe man sich aber auch immer wieder verändert. „Es gibt nichts, was wir nicht ausprobieren. Momentan feilen wir zum Beispiel an einem Dinkel-Christstollen mit Marille und Marzipan“, verraten die Hagmanns.

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