© Valerie Maltseva

Chronik Niederösterreich Krems
12/15/2020

Imago Dei: Großteil des Festival-Programms von 2020 wird nachgeholt

Das Osterfestival widmet sich von 11. März bis 5 April 2021 der Ambivalenz von Licht und Dunkelheit.

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Von 11. März bis 5. April kommenden Jahres findet das Kremser Osterfestival Imago Dei statt. Gewidmet ist das Festival mit dem Motto „Gegenlicht“ der Ambivalenz von Licht und Dunkelheit und vereint dabei Musik und philosophische Denkansätze aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen. Zum letzten Mal soll Imago Dei im Jahr 2021 von Jo Aichtinger kuratiert werden. Ab 2022 übernimmt die Journalistin und Regisseurin Nadja Kayali die künstlerische Leitung.

Nach der Corona-bedingten Absage der diesjährigen Ausgabe soll ein Großteil des Programms im kommenden Osterfestival nachgeholt werden. Die Sitzplatzkapazitäten für das Festival werden jedoch verringert und auch Abos werden nicht angeboten.

Eröffnen wird am 11. März das Volksensemble Contando Admont mit Harmonien Hildegard von Bingens und Claudio Monteverdis, ägyptischen und griechischen Mythen, begleitet von den heimischen Komponisten Wolfgang Mitterer und Beat Furrer.

Fremde Länder und vergangene Zeiten

Zum Programm zählen unter anderem der litauische Chor Jauna Muzika, der zum Beispiel mit „Lux aeterna“ von György Ligeti sowie Werken von Arvo Pärt und Rytis Mazulis gastiert. Der Philosoph Peter Sloterdijk stimmt dagegen auf einen Abend mit dem isländischen Ensemble Nordic Effect ein.

Das Gambenconsort ORLANDOviols steuert Sphärenklänge von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert und entführt dadurch in vergangene Zeiten. An die jüngsten Besucher wendet sich das musikalische Märchen „Ankunft der Glühwürmchen“ am 21. März.

Schatten und Finsternis

Am Karfreitag verwandeln sich die Musiker des Wiener Solistenensembles PHACE bei Werken von Juliana Hodkinson und Zesses Seglias zu Licht- und Schattenspielern.

Zum Abschluss des Festivals am Ostermontag überwinden die Hannes Löschel Stadtkapelle, Maja Osojnik und Klemens Lendl mit ihren Arrangements von Franz Schuberts Liedern die Finsternis der Nacht. Davor lädt Franz Kerschbaum vom Institut für Astrophysik der Universität Wien zum Vortrag „Drei Sonnen sah ich am Himmel stehen. Eine Betrachtung himmlischer Phänomene“.

Die Leitlinien für das Festival liefert Aichinger im Vorwort zum Programm. „Imago Dei 2021 will die Spektren des Gegenlichts reflektieren, den Spuren vom Licht in die Dunkelheit nachgehen, die Übergänge von Nacht in den Tag in die Nacht hör- und sichtbar machen, Visionen von Licht und Gegenlicht, von der Auferstehung bis zur Apokalypse eröffnen, die Klänge des Lichts und des Dunkels auf ihren irdischen und sphärischen Bahnen begleiten: im Spannungsfeld zwischen Religionen und Kulturen.“

Das gesamte Programm des Festivals findet sich hier. Tickets können bereits jetzt unter www.klangraum.at, dem Ticketbüro in der Landesgalerie NÖ, telefonisch unter 02732908033 oder via E-Mail an tickets@noe-festival.at erworben werden.

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