© Bio Oil

Chronik Niederösterreich Krems
12/24/2021

Erweiterter Standort in Krems: Aus Speiseöl wird Biodiesel

Die Firma Bio Oil baut weiter aus und sucht für die erweiterte Anlage noch Mitarbeiter.

von Teresa Sturm

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Müll nicht entsorgen, sondern daraus wieder nützliche Rohstoffe herstellen. Das ist in vielen Bereichen einer der Schlüssel, um der Klimakrise entgegenzutreten. Das europaweit tätige Familienunternehmen Bio Oil (Sitz: Bezirk Gänserndorf) macht genau das. Im Frühjahr geht die Industrieanlage der Firma in Krems wieder in Betrieb.

Dort wird dann Altspeiseöl aus der Gastronomie und der Lebensmittelproduktion zu Biodiesel weiter verarbeitet. „Der grüne Kreislauf ist uns wichtig. Biodiesel, so wie er bei Bio Oil hergestellt wird, ist der am häufigsten im Verkehr gebrauchte Biokraftstoff in Österreich. Als gebürtiger Niederösterreicher freut es mich natürlich umso mehr, dass wir jetzt auch in Krems produzieren können“, sagt Christoph Rauch, CEO der Niederlassung in Krems.

Wertschöpfung

Laut Rauch wird auf diese Weise im Vergleich zu normalem fossilen Diesel eine CO₂-Reduktion von bis zu 85 Prozent erzielt. Außerdem könne man so die Wertschöpfung in der Region behalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.

Bio Oil liefert nämlich Frischöle direkt in die Gastronomie. Nach Gebrauch wir das Altspeiseöl wieder abgeholt und die Gebinde werden bei den Aufbereitungsanlagen entleert und gereinigt, um diese wieder zu verwenden. Das alte Öl wird dann zu Biodiesel weiterverarbeitet.

Bei dem Thema selbst sei Rauch auch nach zwanzig Jahren in dem Bereich immer noch Feuer und Flamme: „Wir können da zum Klimaschutz einen sinnvollen Beitrag leisten. Das ist für mich wichtig.“

Erweiterte Anlage

Die Biodiesel-Anlage „Ecofuels Danube“ in Krems an der Donau startet im Frühjahr 2022. Auf diese Weise können nach der Anlagen-Erweiterung in Krems bis zu 50.000 Tonnen abfallbasierter Biodiesel im Jahr produziert werden. „Das verarbeitete Altspeiseöl stammt zu großen Teilen aus der Region“, sagt Rauch.

Doch dafür sucht man allerdings noch händeringend nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stellen gibt es für Fachkräfte im Bereich der Verwaltung und Logistik, Qualitätssicherung, für die Bedienung der Anlage, für Verladetätigkeiten und für Arbeiten im Labor.

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