Neu in Österreich: Kollegiale Stadtamtsführung in Amstetten
Vizebürgermeister Gerhard Riegler, Personaldirektor Markus Györök, Personalstadträtin Doris Koch, Verwaltungsdirektorin Kerstin Kronsteiner, Stadtamtsdirektor Martin Heiligenbrunner, Bürgermeister Christian Haberhauer (v.l.)
Auf eine für Stadtverwaltungen ganz neue Führungsform setzt die Stadt Amstetten. Nach dem Abgang der langjährigen Stadtamtsdirektorin Beatrix Lehner in den Ruhestand wird künftig eine kollegiale Dreierführung den Verwaltungsapparat dirigieren.
Drei Spitzenbeamte werden die Führungsaufgaben fachspezifisch aufteilen und den städtischen Verwaltungs- und Servicebetrieb mit rund 500 Beschäftigten leiten.
"Ein kollegiales, gleichberechtigtes Führungstrio innerhalb einer Gemeinde ist in dieser Form einzigartig in ganz Österreich. Dadurch bringen wir frischen Schwung, einen neuen Stil und zusätzliche Dynamik in das Rathaus“, skizziert Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) die Absicht hinter der Verwaltungsreform.
Wesentliche Punkte dabei seien mehr Effizienz, Kompetenz und Qualität. Abgestimmt mit den Fachabteilungen soll das neue System funktionieren, ohne dass es zu personellen Mehrkosten komme.
Fachspezifische Aufteilung
Teil der neuen Dreierkonstellation werden die schon bisher leitend in der Stadtamtsführung tätige Kerstin Kronsteiner sowie Markus Györök und Martin Heiligenbrunner sein. Letzterer wird im September seine Tätigkeit im Rathaus aufnehmen. Die neue kollegiale Führung wird in strategischen Bereichen gemeinsam und in ihren Fachbereichen jeweils unabhängig entscheiden.
Fachlich wird Kronsteiner als Verwaltungsdirektorin mit den Ressorts Gesellschaft, Soziales und Stadtpolizei bestimmen. Stadtamtsdirektor Martin Heiligenbrunner ist für sämtliche Bauangelegenheiten, Stadtentwicklungsthemen sowie die Ortsvorstehungen verantwortlich.
Und Personaldirektor Markus Györök wird, wie bisher, für die Bereiche Personalangelegenheiten und Bildung zuständig sein.
Effizienz
Die neue kollegiale Führung soll in Zusammenarbeit und Abstimmung mit den politischen Vertretern auch Impulsgeber für Innovation und effiziente Abläufe sein, betont Vizebürgermeister Gerhard Riegler (SPÖ).
Nach den entsprechenden Beschlüssen im Gemeinderat soll das neue Verwaltungstrio ab dem 1. Jänner 2027 voll in Aktion treten. Personalstadträtin Doris Koch (ÖVP) weist darauf hin, dass es funktionierende Strukturen und Rahmenbedingungen brauche, damit die Mitarbeiter samt ihren Kompetenzen und Potenzialen bestmöglich eingesetzt werden können.
Kein Entscheidungsstau
Mit der Reform wolle man Stau bei wichtigen Entscheidungen vermeiden, der entsteht, wenn alle Schritte letztendlich mit einer Führungsperson abgestimmt werden müssen, heißt es im Rathaus. Die Verwaltung soll effizienter und schneller werden.
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