Viel Zuspruch bei Baustart für Amstettens größten Kindergarten
Spatenstich mit Kindergartenkindern: Die kleinen Baumeister stahlen der Polit-Prominenz die Show.
"Wir rufen fröhlich laut hurra, der Kindergarten wird gebaut!"
Aus vollem Herzen singende Kinder umrahmten den feierlichen Spatenstich für den Neubau des Kindergartens im Amstettner Stadtteil Hausmening. Ein Projekt, das von der Dimension und der viel debattierten Entwicklung Stadtgeschichte schreibt. Von früheren Protesten aus der Anrainerschaft gegen das große Projekt war beim Spatenstich nichts zu merken.
Der neue Kindergarten in Hausmening soll im Herbst 2027 in Betrieb gehen.
Mit insgesamt sieben Kindergartengruppen und zwei Tagesbetreuungsgruppen ist der neue Hort der größte unter den künftig 14 Kindergärten der Stadtgemeinde und auch der größte im Bezirk Amstetten. Auch das finanzielle Bauvolumen von sechs Millionen Euro ohne Einrichtung ist beachtlich.
Zusage
Der neue Kindergarten werde es ermöglichen, dass künftig für jedes Kleinkind im Stadtteil Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth ein Platz zur Verfügung steht, versicherten Ortsvorsteher Anton Geister und Bürgermeister Christian Haberhauer, beide ÖVP. Ihre SPÖ-Partner in der Stadtregierung, Vizebürgermeister Gerhard Riegler und Stadträtin Elisabeth Asanger hoben zudem den hohen elementarpädagogischen Wert des modernen Kindergartens und die Unterstützung berufstätiger Eltern in den drei Orten hervor.
Der Neubau sei Teil der großen Bildungs- und Betreuungsoffensive der Stadt, die unter anderem die Errichtung von 14 neuen Kindergartengruppen vorsehe, schilderte Haberhauer. Der gestartete Bau in der Hausmeninger Haidmühlstraße unterstütze auch die gesunde Weiterentwicklung des Ortsteils und sorge für Belebung des Ortskerns samt des Nahversorgers.
Dankbar sei man dem Land Niederösterreich, das im Zuge der landesweiten Betreuungsoffensive 50 Prozent der Baukosten übernimmt, teilten die Stadtverantwortlichen den anwesenden Landtagsabgeordneten Mario Wührer (ÖVP) und Alexander Schnabl (FPÖ) mit. Die grundsätzlich begrüßenswerte Offensive sei momentan finanziell eine harte Nuss für die Stadt, schilderte Haberhauer im KURIER-Gespräch. Zusätzliche Kindergartengruppen mit der Betreuung von Kleinkindern bis eineinhalb Jahren bedeuten höheren Personalbedarf. "Das kostet uns 300.000 Euro zusätzlich pro Jahr", sagt der Bürgermeister.
Anrainer
Angesprochen wurden beim Spatenstichfest auch die Diskussionen mit den Anrainern in der Wohnsiedlung an der Haidmühlstraße, die nun ausgeräumt seien, versicherte Haberhauer. Die Bewohner traten nicht gegen die rund 180 Kinder, die in den neuen Kindergarten einziehen werden, auf, sondern gegen den Autoverkehr. Vor allem zur Stoßzeit am Morgen wurde ein Verkehrsdilemma befürchtet. Die notwendige Umwidmung des Baugrundstücks beeinspruchten über 200 Personen. Allerdings hätten auch Bürger aus anderen Bezirken und aus Oberösterreich unterschrieben, so Haberhauer. Im Gegenzug gab es auch eine örtliche Initiative mit fast 300 Befürwortern.
Letztendlich erarbeitete ein Verkehrsgutachter eine klare Vorgangsweise. Beim morgendlichen Start des Kindergartenbetriebs ab Herbst 2027 sei der Verkehr zwischen 6 und 9 Uhr gut verkraftbar, sagt Haberhauer. Kommen in der Nachbarschaft noch größere Wohnbauten dazu, wird an der Siedlungseinfahrt eine Ampelregelung installiert.
Kommentare