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Chronik Niederösterreich
07/02/2019

Klosterneuburg hat "noch keine Angst“ vor dem Parkpickerl

ÖVP-Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager plant für den Notfall jedoch bereits an einem Plan B.

von Kevin Kada

Seit dem 1. Juli gilt das Parkpickerl im 19. Wiener Gemeindebezirk. Was für die Anrainer im betreffenden Bezirk eine Wohltat in Sachen Parkplätze ist, macht den umliegenden Bezirken normalerweise Kopfzerbrechen, denn die parkenden Pendler weichen dorthin aus. In diesem Fall betrifft das allerdings keinen Wiener Bezirk, sondern Klosterneuburg.

Bereits nach der Pickerl-Ankündigung für Wien-Döbling im September des Vorjahres machte sich Klosterneuburgs Stadtchef Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) auf die Suche nach einer Lösung für das drohende Problem. Diese wurde zunächst im Auftrag an einen Stadtplaner gefunden, erklärt der Bürgermeister: „Wir wollen einen Notfallplan haben, falls Klosterneuburg von den Pendlern als neues Parkziel ausgesucht wird.“

Parkzone für Klosterneuburger Bürger

Jener Notfallplan sieht vor, dass bereits jetzt geprüft wird, welche Bereiche von Klosterneuburg künftig als Parkzone gekennzeichnet werden könnten. Dort dürften dann nur Anrainer aus Klosterneuburg ihr Auto abstellen. „Vorerst werden wir den Plan vermutlich nicht brauchen. Sollte es aber soweit kommen, dann wollen wir vorbereitet sein“, erklärt der Stadtchef. Denn am ersten Tag des Parkpickerls hat der Stadtchef von keinen Problemen gehört.

Er rechnet aber auch nicht damit, dass sich das im Sommer ändern wird: „Ich bin gespannt, wie es ab September aussieht. Ab da sind die Pendlerzahlen wieder größer. Vielleicht müssen wir dann schon auf den Notfallplan zurückgreifen.“

Citymaut

Schmuckenschlager hat „noch keine Angst vor dem Parkpickerl in Döbling, sehr wohl aber vor einer möglichen Citymaut.“ Das Schreckgespenst für viele Niederösterreicher ist aktuell aber ohnehin vom Tisch. Es hat aber, vor allem in den angrenzenden nö. Gemeinden, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Als eine weitere Maßnahme hat Klosterneuburg übrigens auch die Kontrolle der aufgestockten Park-and-Ride-Anlagen in Auftrag gegeben. „Gemeinsam mit den ÖBB wollen wir kontrollieren, dass diese Pendlerparkplätze auch wirklich nur von Pendlern genutzt werden.“ Darum sollten Bahnfahrer künftig ihr Ticket bis nach der Ausfahrt aus den diversen Anlagen bereit halten.