Hochwasser und Hitzewelle forderten im heurigen Jahr die Nationalpark-Mitarbeiter

© Nationalpark Donau-Auen/Baumgartner

Nationalpark Donau-Auen
11/17/2013

Kein "Winterschlaf" im Auwald

Der Besucherstrom ist versiegt, nun wird der Fokus auf die Forschung gelegt

von Katharina Zach

Erst Hochwasser, dann Gelsenplage und schließlich eine Hitzewelle – das heurige Jahr hat die Mitarbeiter des Nationalparks Donau-Auen vor Herausforderungen gestellt. Mittlerweile ist die Saison zu Ende und die Kapriolen der Natur schlagen sich mit einem leichten Gäste-Rückgang in der Besucherbilanz nieder. „Wir sind ja kein reiner Tourismusbetrieb, sondern dienen der Umweltbildung“, nimmt es Nationalpark-Sprecherin Erika Dorn locker. Auch Naturschutz und Forschung zählen zu den Aufgabengebieten.

Dennoch ist die Statistik beachtlich: 21.500 Interessierte besuchten das Nationalpark-Zentrum im Schloss Orth sowie die Schlossinsel. Jene Menschen nicht eingerechnet, die nur im Café waren oder sich informierten.

Auch heuer nahmen wieder etwa 10.000 Besucher an Exkursionen durch die Au teil und 1200 Kinder durften das „grüne Band“ zwischen Wien und Bratislava im Camp Meierhofer in Eckartsau kennen lernen. Jährlich finden rund 500 Veranstaltungen im Nationalpark statt.

Forschung

Das Nationalpark-Zentrum öffnet seine Pforten zwar erst wieder am 21. März, dennoch gibt es für die Mitarbeiter auch während der Wintermonate einiges zu tun. Etwa in der Forschung: „Wir starten demnächst unser Seeadler-Monitoring“, berichtet Dorn. Drei bis vier dieser majestätischen Greifvögel leben ganzjährig im Nationalpark-Gebiet, im Winter gesellen sich noch etwa zehn Gäste hinzu. Zudem finden die alljährlichen Wild-Zählungen statt.

Auch die heimische Baumflora wird in der kalten Jahreszeit wieder auf Vordermann gebracht. „Es verdrängen zunehmend fremde Baumarten, wie der Götterbaum, die heimischen Arten“, erklärt Dorn. Damit also die Au-typischen Bäume eine Chance haben, sich zu entwickeln, werden Götterbaum und Eschenahorn „geringelt“. Das heißt, es werden Streifen der Rinde ringförmig entfernt und die Bäume zum Absterben gebracht. Oft ein ungewohnter Anblick für Besucher, doch so wird die natürliche Waldentwicklung und Artenvielfalt gefördert.

Wer die Natur in Kältestarre bewundern will, kann sich auf die Winterwanderungen freuen. Die erste Tour startet am 8. Dezember.

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