Chronik | Niederösterreich
16.08.2018

Justizanstalt Wr. Neustadt: Häftling legte Brand in Zelle

Die Feuerwehr löste Großalarm aus, die Justizwachebeamten konnten das Feuer jedoch selbst löschen.

Am Donnerstagmorgen, um etwa 8.30, gelang es einem Häftling der Justizanstalt Wr. Neustadt ein Feuer in seiner Zelle zu legen. Der polnische Staatsbürger wartete einen günstigen Moment ab, als sein Zellengenosse für einen Spaziergang in der Anstalt den Haftraum verließ. Diese Gelegenheit packte er beim Schopf um die Zellentüre mit einem Kasten und anderen Einrichtungsgegenständen zu verbarrikadieren. Anschließend steckte der Pole eine Matratze in Brand.

Als die Justizwachebeamten die starke Rauchentwicklung bemerkten, wurde im Gefängnis Feueralarm ausgelöst. Mittels Sirene alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt ihre Mitglieder für den zu befürchtenden Großeinsatz. Als die ersten Fahrzeuge jedoch in der Justizanstalt eintrafen, war das Feuer so gut wie gelöscht.

Die Brandschutzgruppe der Justizwachebeamten hatte sich mit Gewalt Zutritt zur brennenden Zelle verschafft und das Feuer bekämpft. Der schwer verletzt polnische Häftling wurde vom Notarzt erstversorgt und auf schnellstem Wege ins Landesklinikum Wiener Neustadt gebracht. Drei Justizwachbeamte wurden ebenfalls mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung im Spital behandelt. Sie konnten am Vormittag aber wieder in häusliche Pflege entlassen werden.