NÖ: Heiße Diskussion um Maßnahmen zu günstigerem Wohnbau

NÖ: Heiße Diskussion um Maßnahmen zu günstigerem Wohnbau
ÖVP lehnt Zinspreisdeckel mit Hinweis auf Ökonomen ab und sieht SPÖ-Attacken zu Wohnbauförderung als Fake.

Harte Wortgefechte zwischen SPÖ und ÖVP in Sachen Wohnbaufinanzierung sind derzeit politisches Hauptthema in Niederösterreich. Nach ihrem Landeschef Sven Hergovich wiederholten SPÖ-Klubobmann Hannes Weninger und SPNÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Zwander am Donnerstag die Dringlichkeit eines dreiprozentigen Zinspreisdeckels für Häuslbauer und einer Extra-Bankensteuer. Das hatte VPNÖ-Klubobmann Jochen Danninger mit dem Hinweis auf Experten-Warnungen abgelehnt.

NÖ: Heiße Diskussion um Maßnahmen zu günstigerem Wohnbau

VPNÖ-Klubobmann Jochen Danninger

Entweder Hergovich wisse mehr als alle Ökonomen oder er sei mit seinen Ideen schlicht am Holzweg: „Ich bin mir sicher: Zweiteres trifft zu“, sagte Danninger. Als „SPÖ-Fake-Facts“ zum Wohnbau bezeichnete Danninger Hergovichs Kritik, dass es heuer, anders als in den letzten Jahren, keine Förderzusagen für neue Wohnungen im gemeinnützigen Wohnbau gebe. 7.000 neue Wohneinheiten würden fehlen, sagte Hergovich, wie berichtet, am Mittwoch.

Es gebe keinen Baustopp, so Danninger, der laufende Projekte aufzählte. „Es sind mehr als 6.000 Wohneinheiten im geförderten Wohnbau in Bau. 350 neue Wohneinheiten werden geprüft und stehen vor dem Baustart“, erklärte der VPNÖ-Klubchef. Zudem sei die Förderung der Sanierung von 1.300 Wohnungen beschlossen.

Neues Fördermodell

Seitens der VPNÖ wurde darauf verwiesen, dass das Land NÖ derzeit, so wie andere Bundesländer auch, aufgrund der Zinsentwicklung auf Hochdruck an einem neuen Wohnbaufördermodell, das im Herbst präsentiert wird, arbeitet.

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