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Verhetzung
12/02/2015

Hasspostings brachten 23-Jährige vor Gericht

Drei Monate bedingt für extreme Facebookäußerungen gegen Asylwerber

Recht kleinlaut saß eine 23-jährige Oberösterreicherin am Mittwoch vor Richterin Monika Fasching-Lattus im Landesgericht Krems. Der Vorwurf: Verhetzung durch Facebook-Postings auf den Seiten der FPÖ Heidenreichstein und einer Tageszeitung. Entrüstete Leser hatten deswegen Anzeige erstattet.

"Warum haben Sie das getan?", wollte die Richterin wissen. Sie habe sich durch einen Bericht auf der Facebookseite der FPÖ Heidenreichstein, wonach Asylwerber Polizisten mit Essen bewerfen, zu den Postings hinreißen lassen. "Aber auch wegen vieler Vorfälle bei mir in der Umgebung, da ist ein Pony erschreckt und geschlagen worden", sagt die gelernte Tierpflegerin. Also schrieb sie: "Auch wenn ich blockiert werde Adolf Hitler wir brauchen dich" oder "Ihr seids ja alle geisteskrank vergast gheans olle mianond..."

"Ihnen ist schon klar, dass Sie dieser konkreten Personengruppe nicht mit Achtung begegnen", fragte Fasching-Lattus. "Ich hab so was von überhaupt nicht nachgedacht", gab die Angeklagte zu. Es tue ihr leid. Die Flüchtlinge, die sie in Wels gesehen habe, "sind eh arm".

Das rechtskräftige Urteil: Drei Monate Haft bedingt auf drei Jahre plus Prozesskosten.

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