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Handy aus, Gemeinschaft an: Neunkirchner Schüler feiern Projekterfolg im Landhaus

Die SchülerInnen des BG/BRG Neunkirchen wurden für ihre Teilnahme am Projekt „Handyfreie Zeit“ ins St. Pöltner Landhaus geladen.
Die Schulklasse des BG/BRG Neunkirchen steht als Gruppe im Landhaus in St. Pölten.

Von Vanessa Reichenauer

Im vergangenen Schuljahr lief am BG/BRG Neunkirchen das Projekt „Handyfreie Zeit“. Die teilnehmenden SchülerInnen wurden nun gemeinsam mit ihren Lehrkräften von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Landhaus in St. Pölten empfangen und durften als Anerkennung ihres Engagements an einer Führung durch das Regierungsviertel teilnehmen.

Doku „21 Tage ohne Smartphone“ diente als Inspiration

Das Projekt in Neunkirchen wurde von Direktor Andreas Ruhs gestartet und damals durch die ORF-Dokumentation „21 Tage ohne Smartphone“ inspiriert. ORF und KURIER begleiteten im Jahr 2025 Biologie-Lehrer Fabian Scheck und die SchülerInnen der 6. Klassen des Konrad-Lorenz-Gymnasiums in Gänserndorf, die sich dazu entschlossen hatten, 21 Tage lang auf ihr Smartphone zu verzichten. Von 71 SchülerInnen hatten anfangs 70 an der Challenge teilgenommen, 47 haben bis zum Ende durchgehalten. Ergebnis des Experiments war, dass durch den Verzicht der Stresslevel gesenkt wurde und die Teilnehmenden auch mehr Zeit für Familie und FreundInnen hatten.

Erste „Handyfreie Zeit“ gab es bereits 2024 in Klosterneuburg

Der Grundstein des Projekts wurde bereits 2024 gelegt: Das BG/BRG Klosterneuburg ist nämlich eine handyfreie Schule. Auch hier nahmen im Frühjahr 2025 insgesamt 20 Klassen am Projekt „21 Tage ohne Smartphone“ teil. „Wir waren die erste AHS in Niederösterreich, die handyfrei geworden ist“, sagte Hemma Poledna, Direktorin des BG/BRG Klosterneuburg (Bezirk Tulln), damals. Der Direktorin war klar gewesen, dass die Schule der Ablenkung, die durch die Handynutzung entsteht, entgegenwirken müsse. Bei einer Abstimmung unter den Lehrkräften unterstützten 82 Prozent das Verbot.

Smartphone- und Social-Media-Verzicht 

In Neunkirchen stellten sich nun mehr als 50 SchülerInnen und auch Lehrpersonen der Herausforderung, eine Woche lang oder alternativ bis zu den Herbstferien auf die Smartphone-Nutzung und damit auch auf soziale Netzwerke zu verzichten. Dabei sollte einerseits ein bewussterer Umgang mit digitalen Medien erlernt, aber gleichzeitig mehr Raum für persönliche Kontakte, Konzentration und Freizeitaktivitäten geschaffen werden.

Verzicht bereichert Schulalltag

Darüber, wie sich das Projekt entwickelt hat, zeigte sich Direktor Andreas Ruhs sehr zufrieden. Es habe viele positive Erfahrungen mit der handyfreien Zeit gegeben, was gezeigt habe, wie wertvoll der bewusste Verzicht auch für den Schulalltag sein könne. Das Projekt soll auch im aktuellen Schuljahr 2026/27 durchgeführt werden. 

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gratulierte den SchülerInnen und beteiligten Lehrkräften zu ihrem Durchhaltevermögen: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass bewusster Verzicht möglich ist und oft sogar neue Freiheiten eröffnet. Wer lernt, digitale Medien gezielt zu nutzen, stärkt seine Selbstständigkeit, seine Konzentrationsfähigkeit und seine sozialen Kompetenzen.“

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