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Einbrecher schmissen Tresor samt 100-Euro-Scheinen ins Schwimmbad

Täter wollten im Erlebnisbad der Stadt Haag Spuren mit Chlorwasser zerstören. Schaden ist groß, zwei Tageslosungen sind pfutsch.
Geldkassette im Schwimmbecken

Der Einbruch unbekannter Täter ins Erlebnisbad von Haag (Bezirk Amstetten) sorgte am Wochenende für Ärger und Aufregung. Den aufgebrochenen und ausgeräumten Tresor aus dem Kassenbereich des Bads fanden Bedienstete am Samstagfrüh am Grund des Schwimmbeckens.

Das Erlebnisbad konnte an diesem Tag erst mit Verzögerung aufgesperrt werden, weil die Polizei eine sehr aufwendige Spurensicherung durchführen musste. „Den Schaden können wir noch gar nicht beziffern. Es wurden etliche Türen und Kästen aufgebrochen. Fix ist, dass die Tageslosung von zwei Tagen gestohlen wurde. Da geht's um einen vierstelligen Betrag“, sagt Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr. Zahlreiche Schlösser gelte es nun auszutauschen, Türen, Schränke und Schreibtische müssten repariert werden.

Fluchtwagen vor dem Bad

Die Polizei dürfte nach zwei Tätern fahnden, wobei einer im Fluchtwagen vor dem Bad den Aufpasser gespielt haben könnte. Jedenfalls soll ein Gauner über den Zaun ins Badareal eingedrungen sein und dann zuerst die Tür zum Bademeisterbereich aufgebrochen haben. Von dort ging's weiter in den Kassenbereich, wo Kästen aufgezwängt wurden und schließlich auch der versperrte Kassentresor dran glauben musste.

Erlebnisbad Haag

Das Erlebnisbad in Stadt Haag.

„Das war kein Lausbubenstreich, die Einbrecher gingen ganz bewusst ans Werk“, ärgert sich Michlmayr. Der Kriminelle, der zwischen 23.30 und 23.45 Uhr im Verwaltungstrakt des Bads werkte, habe sich bewusst die Mühe gemacht, den aufgebrochenen Tresor noch zum Becken zu schleppen und ihn ins Chlorwasser zu werfen.

„Damit wollte er eventuelle Spuren verwischen“, so Michlmayr. Zuerst habe man sich gewundert, warum in den Kassenräumen alles klitschnass war. Aber auch hier dürfte der Gangster versucht haben, mit Wasser Spuren zu zerstören.

Sackerl mit 100-Euro-Scheinen im Wasser

Ein wenig mussten die Tatortermittler und das Badpersonal dann doch schmunzeln, erzählt der Bürgermeister. Der Einbrecher schnappte zwar die lose verwahrten Münzen und Euroscheine, übersah aber, dass sich 13 Stück 100er in einem Papiersackerl befanden. Dieses schmiss er dann gemeinsam mit dem Kleintresor ins Schwimmbecken.

Die Ermittlungen der Polizei sind angelaufen. Sollten in der Bevölkerung Wahrnehmungen zu der Tat gemacht oder verdächtige Personen gesichtet worden sein, bitte man um Kontaktaufnahme mit Beamten der Polizeiinspektion in Haag, sagt Michlmayr.

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