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Nach Großbrand in Kematen: Mobiliar von 24 Wohnungen unbrauchbar

Gesperrte, unbewohnbare Wohnanlage wird am Dienstag kurzzeitig für Bewohner geöffnet, damit sie Habseligkeiten abholen können. Gemeinde Kematen will Spendenkonto einrichten.
Bürgermeisterin Juliana Günther

„Mittlerweile ist klar, dass auch die Möbel aus allen 24 Wohnungen kaputt und unbrauchbar sind.“

Das komplette Dach der Wohnhausanlage wurde vom Feuer zerstört.

Das komplette Dach der Wohnhausanlage wurde vom Feuer zerstört. 

Bürgermeisterin Juliana Günther und ihre Helfer sind in Kematen an der Ybbs (Bezirk Amstetten) auch zu Wochenbeginn mit Hochdruck damit beschäftigt, den Ausnahmezustand und die Verzweiflung von 60 Gemeindebürgern zu beenden. Die haben, wie berichtet, in der Vorwoche aufgrund eines Großbrands ihre Wohnungen und ihr Hab und Gut verloren.

Genaue Koordinierung

„Wir sind gerade dabei, zu koordinieren und aufzulisten. Bei den Betroffenen wird erkundet, was alles gebraucht wird“, schildert die Bürgermeisterin nach einer Zusammenkunft im Gemeindezentrum. Gemeinsam mit den sehr engagiert mithelfenden Nachbargemeinden sei man auf einem guten Weg, allen Familien Wohnungen zur Verfügung stellen zu können, sagt die Ortschefin.

Hoffnungen, dass Bewohner in gewisse Teile der beschädigten Wohnanlage zurückkehren könnten, hätten sich bereits völlig zerschlagen. Das Wasser steht mittlerweile im Keller, Möbel haben sich mit Löschwasser vollgesogen und auch die Elektroleitungen sind durchnässt, schildert Günther. 

Glutnester begannen wieder zu brennen

Am vergangenen Freitag war das Haus für die Bewohner kurz geöffnet worden, damit sie das Allernötigste aus den Wohnungen holen können.

wohnungen werden geräumt

Betroffene dürfen am Dienstag wieder in ihre Wohnungen, um von verwendbare Habseligkeiten zu holen. 

Die Bürgermeisterin: „Dann musste abgebrochen werden, weil die Feuerwehr am Dach wieder Glutnester zu löschen hatte.“

Nun ist für den morgigen Dienstag wieder geplant, den Brandopfern den Zugang zu ihren Heimstätten und Habseligkeiten zu gewähren. Dazu würden Feuerwehrleute und die nun sehr wichtigen Vertreter der Versicherungen dabei sein, kündigt Günther an. Im Stundentakt wolle man den Leuten Wohnung für Wohnung öffnen. 

Große Hilfsbereitschaft

Besonderes Sorgenkind sei eine Familie, die keine Haushaltsversicherung abgeschlossen habe. Ungebrochen sei auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung für die wohnungslos gewordenen Hausbewohner, freut sich die Bürgermeisterin. Mittlerweile habe der Frauen-Lions-Club eine Hilfsaktion gestartet, das Rote Kreuz will besonders arg in Mitleidenschaft gezogenen Bewohnern Zugang zu den Lebensmitteln ihrer „Tafel“ in Waidhofen/Ybbs gewähren. 

Spendenkonto wird eingerichtet

Und auch die Verantwortlichen der Gemeinde selbst hätten beschlossen, mit der Raiffeisenbank ein Spendenkonto für die Brandopfer aus der Wohnhausanlage in der 14. Straße zu installieren, kündigt die Bürgermeisterin an.

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