Gföhler Berg jetzt total überwacht

© Gilbert Weisbier

Gföhler Berg jetzt total überwacht

Gföhler Berg jetzt total überwacht

Erstmals wird eine Bundesstraße per Section control überwacht. Die Zahl der Raser ließ keine andere Wahl.

06/27/2012, 07:40 PM

So extrem ist es sonst nirgends“, sagt Heinz Schraml, Chef der Straßenbauabteilung 7. Rund 15 Prozent der Autofahrer glühen tagtäglich mit mehr als 127 Stundenkilometern über die Bundesstraße B 37 ins Waldviertel.

Laut Verkehrsmessungen des nö. Landesstraßendienstes fährt jeder zweite Pkw-Lenker am „ Gföhler Berg“ auch schneller als 100 Stundenkilometer. Damit die vielen Auto-Raser zur Disziplin gezwungen werden, greift das Land NÖ ab sofort zu drastischeren Tempobremsen. In Form einer Section Control bei Gföhl, Bezirk Krems, die bislang nur auf Autobahnen oder Schnellstraßen zum Einsatz kam. Kosten: 200.000 Euro.

In den vergangenen Tagen wurden am Anfang und Ende des fünf Kilometer langen Streckenabschnitts „Gföhler Berg“ sechs Messgeräte installiert, die aussehen wie moderne Radarboxen, aber mehr können. Sie sind Bestandteile eines Streckenradars.

Alle Fahrzeuge werden am Anfang und Ende des Streckenstücks fotografiert. Gleichzeitig messen sie die gefahrene Zeit und errechnen die Durchschnittsgeschwindigkeit. Wer zu schnell ist, bekommt von der Verwaltungsbehörde einen Brief zugestellt und wird zur Kasse gebeten.

Von den bereits gesetzten Maßnahmen wie beispielsweise dem Erhöhen der Fahrbahngriffigkeit, Rumpelstreifen und Flappern auf Sperrlininen, ist die Section Control die teuerste.

Tempobremse

„Unser Ziel ist, dass die Lenker das erlaubte Tempo einhalten“, betonte der nö. Straßenbaudirektor Peter Beiglböck am Mittwoch bei der Inbetriebnahme. „Wir hoffen, dass die Wirkung ebenso stark ist, wie am Semmering. Dort sind Tempoüberschreitungen und Unfallzahlen auf ein Fünftel bis Sechstel zurückgegangen“, erklärt Ferdinand Zuser, Leiter der Polizei-Verkehrsabteilung in NÖ.

Obwohl zuletzt weniger schwere Verkehrsunfälle auf der B 37 passiert sind, glaubt NÖs höchster Verkehrsplaner Friedrich Zibuschka, dass die Section Control eine notwendige Sicherheitsmaßnahme ist. Auf Autobahnen und Schnellstraßen hat sich dieses Streckenradar seit der Einführung vor zehn Jahren als Gefahren-Minimierer bewährt.

Ein weiterer Beitrag zur Sicherheit auf der B 37 war der Bau eines zusätzlichen Fahrstreifens in Marbach/Felde, Bezirk Krems, um 1,5 Millionen Euro.

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