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Gerücht um Moschee-Bau heizt Neunkirchner Wahlkampf weiter an

SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz bestreitet sowohl Koalitionsabsprachen mit der FPÖ als auch angebliche Pläne für eine Moschee in Neunkirchen.
Ein Mann im Anzug wirft einen Wahlzettel in eine graue Wahlurne und lächelt dabei.

Ein Wahlkampf unter der Gürtellinie ist um weitere Facetten reicher: Eine Woche vor der außertourlichen Gemeinderatswahl in Neunkirchen machen zwei Gerüchte die Runde - in beiden Fällen steht SPÖ-Spitzenkandidat Günther Kautz im Mittelpunkt.

Ihm werden Absprachen mit der FPÖ zur Bildung einer Koalition nach der Wahl unterstellt. Was er dementiert: „Für mich steht fest, wenn ÖVP-FPÖ eine Mehrheit hat, wird es in Neunkirchen wieder Schwarz-Blau geben, denn die ÖVP macht alles, um den Bürgermeister zu halten. Inhalte sind dabei völlig egal.“

Nun tauchte außerdem die Vermutung auf, der SPÖ-Spitzenkandidat plane den Bau einer Moschee in Neunkirchen. Kautz habe unlängst ein islamisches Kulturzentrum besucht und dabei angeboten, sich für einen Moscheebau einzusetzen, sollte die moslemische Community dafür bei der Wahl für Kautz mobilisieren.

„Passt nicht zusammen“

Doch der wundert sich: „Auf der einen Seite heißt“s wir haben schon eine Koalition mit der FPÖ vereinbart, andererseits bauen wir eine Moschee. Das passt ja wohl nicht zusammen.„ Und Kautz betont: “Die Stadt Neunkirchen hat weder eine katholische Kirche gebaut, noch eine evangelische Kirche. Und sie wird auch keine Moschee bauen.„

Hintergrund der Anschuldigungen sei der Wechsel eines ehemaligen ÖVP-Gemeinderates als Kandidat auf die SPÖ-Liste, mutmaßt er. “Dieser Kandidat hat für die ÖVP zweimal ein Mandat mit Vorzugsstimmen geholt und deshalb ist die ÖVP hypernervös.„

ÖVP-Stadtparteiobmann Armin Zwazl hingegen ortet Wahlkampftaktik auf SPÖ-Seite: “Zuerst halten sich hartnäckige Gerüchte über eine mögliche SPÖ-FPÖ-Koalition, jetzt werden mutmaßliche Absprachen über einen Moschee-Bau bekannt. Die Leute in unserer Stadt fragen sich zurecht: Was ist da dran? Doch anstatt seine Karten offen auf den Tisch zu legen, versucht Herr Kautz mit Anschuldigungen abzulenken.„

“Kein Moschee-Bau mit Bürgermeister Teix“

Und er legt nach: „Sollte an den Berichten etwas dran sein, haben die Neunkirchnerinnen und Neunkirchner mehr als ein halbherziges Abwiegeln verdient. Mit einem Bürgermeister Peter Teix wird es diesen Moschee-Bau jedenfalls nicht geben.“

FPÖ-Spitzenkandidat Helmut Fiedler setzt indes ebenfalls auf das Ausländer-Thema: „Die Zahlen der Stadtgemeinde Neunkirchen sind eindeutig: die Bevölkerungszahl österreichischer Staatsbürger ging zwischen 2015 und 2025 um 3,5 Prozent zurück, die Zahl der Nicht-Österreicher stieg indes laut Statistik Austria um 50 Prozent an. Besonders brisant ist der Zuwachs aus völlig fremden Kulturkreisen: Plus 1.100 Prozent bei Afghanen, plus 535 Prozent bei Syrern.“

„Neunkirchner Hausordnung“

„Wer zu uns kommt, hat sich an unsere Werte, Regeln und Gesetze zu halten“, so Fiedler. Er plane „eine Neunkirchner Hausordnung“, sollte er Bürgermeister werden: „Deutsch ist Pflicht im Alltag, die heimische Kultur und unsere Werte sind zu respektieren und unsere Regeln gelten für alle. Parallelgesellschaften und Moscheen haben indes keinen Platz in Neunkirchen.“

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