Hitzebilanz: Erste Tropennacht in Wien und Niederösterreich
Erste Tropennacht in Wien und Niederösterreich verzeichnet.
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen - so lautet das wohl berühmteste Zitat zu Pfingsten, es stammt von Johann Wolfgang Goethe.
Gekommen ist mit Pfingsten auch der Hochsommer, die Hitze. Am Samstag ist in Tirol zum ersten Mal in diesem Jahr die 30-Grad-Marke überschritten worden.
Damit ist der erste Hitzetag des Jahres 2026 etwas später als im Vorjahr, die Tendenz ist allerdings klar: Die ersten Hitzetage sind aufgrund des Klimawandels um fast einen Monat früher zu verzeichnen als noch in der Klimaperiode 1961 bis 1990.
Für diesen Tag hat das Klimamonitoring der Geosphere Austria für Österreich eine im Mittel um 5,7 Grad höhere Temperatur verzeichnet als in der Klimaperiode 1961 bis 1990.
Die Tabelle von Ubimet zeigt, wie sich der erste Tag mit 30 Grad durch den Klimawandel verschoben hat.
Der Pfingstsonntag war ebenfalls heiß, an 145 Messstellen wurden Temperaturrekorde für den 24. Mai erzielt, die 30er-Marke wurde in fast allen Bundesländern geknackt, an diesem Tag lag die Abweichung zum Klimamittel 1991-1990 schon bei 7,3 Grad.
Und in der Nacht auf Pfingstmontag hat es laut UWZ auch die erste Tropennacht des Jahres gegeben - und das gleich an zwei Messstellen: Sowohl in der Inneren Stadt in Wien als auch in Brunn am Gebirge (Niederösterreich) ist die Temperatur nachts nicht unter 20 Grad gefallen. Laut ORF-Meteorologen Manuel Oberhuber komme das "so früh im Jahr nur ganz selten" vor.
Auch für den heutigen Pfingstmontag sind Temperaturen jenseits der 30-Grad–Marke prognostiziert. In Bad Gleichenberg in der Steiermark hatte es um 10 Uhr bereits 28,8 Grad.
Damit wäre das die erste Hitzewelle des Jahres – denn in der Meteorologie spricht man von einer Hitzewelle, wenn an drei Tagen in Folge mehr als 30 Grad gemessen werden.
Solch eine Anzahl an aufeinanderfolgenden Hitzetagen (Höchstwert bei bzw. über 30 Grad) im Mai ist für fast alle Landeshauptstädte rekordverdächtig, heißt es bei der Unwetterwarnzentrale UWZ.
In Wien-Döbling habe es etwa nur zweimal seit 1872 drei Hitzetage im Mai, davon nur einmal - im Jahre 2005 – alle drei am Stück, gegeben. An der Station Wien-Hohe Warte würde es sich somit erst um die zweite Mai-Hitzewelle der Messgeschichte handeln.
Auch für Dienstag und Mittwoch ist mit Temperaturen über 30 Grad zu rechnen, wobei am Mittwoch auch Schauer entstehen können. Erst am Donnerstag rechnen die Experten der Geosphere Austria damit, dass die 30 Grad nicht mehr erreicht werden, allerdings könnte es am Freitag wieder in Teilen Österreichs einen Hitzetag geben.
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