Wiener Neustadt: Warum die Stadt per Ausschreibung einen Wirten sucht
Das Lokal steht seit Jahren leer. Das Wirtshaus im Erdgeschoß des Rathauses wird bis 2028 umgebaut.
Wenn man die Lage und das Potenzial des riesigen Schanigartens mitten auf dem Hauptplatz betrachtet, gilt es als eine der angesagtesten Gastronomie-Adressen der Stadt. Dennoch hat sich seit Jahren niemand gefunden, der die traditionsreiche Gastwirtschaft „Zum Weissen Rössel“ im Erdgeschoß des Rathauses wieder zum Leben erweckt.
Im Zuge der zweijährigen Rathaussanierung, die gerade begonnen hat, unternimmt die Stadt Wiener Neustadt einen neuen Anlauf, aus der verlassenen Gaststätte ein neues Schmuckstück zu machen. „Die Stadt verfolgt das Ziel, das historische Gebäude umfassend zu sanieren und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Projektes ist die Revitalisierung und Neupositionierung des Weissen Rössel“, heißt es aus dem Rathaus.
Eventbereich im Gewölbekeller
Mit einer Ausschreibung zur Vergabe des Lokals wurde am Freitag die Suche nach einem geeigneten Gastronomen gestartet, der ab 2028 das völlig umgebaute Lokal betreiben soll. Das Konzept sieht vor, das Lokal bis zur Sparkassengasse zu erweitern. Zu den künftig 87 Sitzplätzen im Innenbereich kommt ein 110 Quadratmeter großer Schanigarten.
Besondere Bedeutung kommt dem historischen Gewölbekeller im Rathaus zu. Die 100 Quadratmeter große Fläche wird zum Veranstaltungs- und Eventraum und für kulturelle Zwecke umgebaut. Der künftige Lokalbetreiber soll davon profitieren, für diese Zwecke auch Catering und die gastronomische Begleitung anzubieten. Die Besucher-Sanitäranlagen werden im Zuge der Rathaussanierung neu errichtet.
Bewerbungsfrist endet im September
„Gesucht wird ein Betreiber, der Tradition und zeitgemäße Gastronomie in einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept verbindet“, heißt es im Rathaus. Die Stadt wünscht sich als wertvollen Beitrag zur Attraktivierung der Innenstadt einen regelmäßigen Gastrobetrieb auch an Sonn- und Feiertagen. Die Bewerbung läuft bis 15. September.
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