Fund von eingemauerter Leiche in NÖ: Festnahme in Dubai
Ein äußerst ungewöhnlicher Leichenfund beschäftigt seit Wochen Kriminalisten im Bezirk Mödling: In Münchendorf waren Ende Mai die sterblichen Überreste einer 99-jährigen Frau in einer Wand entdeckt worden.
Seither stand der Sohn (57) der Toten unter dringendem Tatverdacht. Um weiterhin die Pension und Sozialleistungen der Mutter zu kassieren, soll er den Tod der Pensionistin jahrelang verheimlicht und die Leiche der Frau an ihrem Zweitwohnsitz eingemauert haben, so der Vorwurf.
Vor wenigen Tagen wurde der Verdächtige am Flughafen in Dubai auf Basis eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Er soll in Dubai versucht haben, auszureisen, worauf die Handschellen klickten.
Ende Mai hatte eine Nachschau in dem Einfamilienhaus in Münchendorf stattgefunden, nachdem längere Zeit nichts mehr von der Frau zu hören gewesen war. Anlässlich ihres nahenden 100. Geburtstags hatten Angehörige geplant, sie zu überraschen. So scheint der Stein ins Rollen gekommen zu sein.
Die Polizei hatte sich an die Feuerwehr gewandt, um eine Türnotöffnung durchzuführen. Spürhunde nahmen daraufhin eine Fährte auf. Die Leichenspürhunde führten die Ermittler schließlich zu einer Hauswand am Abgang zum Keller.
Vor Jahren verstorben?
Dort wurde die Seniorin aufgebahrt hinter einer aufgestellten Betonwand aufgefunden. Sie hatte die Hände auch verschränkt, in der Hand soll sie einen Rosenkranz gehalten haben. Die Tote war sehr stark mumifiziert, sie dürfte bereits mehrere Jahre tot in dem Haus gelegen sein.
Schwerer Betrug
Seitens der Staatsanwaltschaft Wien ist eine Obduktion der Leiche angeordnet worden. Das Ergebnis liege weiterhin nicht vor, erklärt Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien. Ermittlungen laufen in alle Richtungen, unter anderem gehe es um den Verdacht des schweren Betrugs.
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