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Chronik Niederösterreich
09/01/2020

Frau und Kinder getötet: Prozess um Dreifach-Mord in NÖ

Der 31-Jährige muss sich heute am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten.

von Johannes Weichhart, Patrick Wammerl

Es war eines der abscheulichsten Verbrechen der vergangenen Jahre. Im Oktober des Vorjahrs wurde in einem Haus in Kottingbrunn (NÖ) das Leben einer zweifachen Mutter (29) und ihrer beiden Kinder ausgelöscht. Der tatverdächtige Ehemann und Vater der Kinder, Samet A., hat den Dreifach-Mord in allen Details gestanden.

Ab heute muss sich der gebürtige Türke wegen dreifachen Mordes am Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Aus Angst vor Vergeltungshandlungen wurde der Angeklagte unter der Aufsicht von sechs Justizwachebeamten in den Gerichtssaal gebracht.

Hohe Gefährlichkeit

 

Auf Grund der Ergebnisse des psychiatrischen Gutachtens des Sachverständigen Manfred Walzl und der forensischen Psychologin, Anita Raiger, leidet der Angeklagte an einer seelisch-geistigen Abartigkeit höheren Grades.

Laut dem 160 Seiten starken Papier geht von dem 31-Jährigen eine hohe Gefährlichkeitsprognose aus. Er gilt laut Gutachtern außerdem als manipulativer Simulant.

Sie empfehlen daher eine Unterbringung  in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, was die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt auch in der Anklage beantragt hat.

Mögliches Motiv

Samet A. soll in der Tatnacht seine Ehefrau und die zweijährige Tochter erstochen und den elf Monate alten Sohn erstickt haben. Das Motiv für die Tat sei in schweren Eheproblemen und der bevor stehenden Scheidung des Paares zu suchen, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Prozess um Würgemord

Ein Urteil wird heute auch am Landesgericht St. Pölten erwartet. Wegen Mordes muss sich hier ein 40-jähriger Deutscher vor einem Schwurgericht verantworten. Der Mann soll auf einem Parkplatz in Greinsfurth eine 52-jährige Filialleiterin erwürgt haben.

Bewegungsprofil

Der Prozess wurde schon mehrmals vertagt. Zuletzt hatte der Verteidiger des Mannes ein Bewegungsprofil des Deutschen angefordert. Dazu hatten Spezialisten eine SIM-Karte aus dem Handy des Mannes analyisiert. KURIER-Informationen zufolge soll diese Überprüfung aber keine neuen Erkenntnisse gebracht haben.

 

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