Alkoholisiert im Graben: Ausrutscher kostet FPÖ-Nationalrat den Schein
Die Feuerwehr musste den Wagen in Guntrams aus dem Graben ziehen.
Es ist schon wieder passiert. FPÖ-Nationalrat Peter Schmiedlechner (43) ist nach einer Alkofahrt samt Unfall seinen Führerschein los. Der Abgeordnete war in der Nacht auf Mittwoch in Guntrams, Bezirk Neunkirchen, mit seinem Wagen alkoholisiert unterwegs, als er mit dem Fahrzeug auf einer Böschung hängen blieb.
Die Feuerwehr Schwarzau am Steinfeld musste ihn aus der misslichen Lage befreien. Sein nicht fahrtauglicher Zustand blieb der Polizei bei der anschließenden Amtshandlung nicht verborgen. Es war bereits das zweite Mal, dass der Politiker betrunken am Steuer erwischt wurde und seinen Führerschein abgeben musste.
Der Vorfall sei bei einem Wendemanöver passiert, heißt es auch Kreisen der FPÖ.
FPÖ-Nationalrat Peter Schmiedlechner
Der freiheitliche Spitzenpolitiker aus Lichtenegg in der Buckligen Welt ist nicht nur durch seine parlamentarische Arbeit immer wieder in den Schlagzeilen. Während der Corona-Pandemie hatte Schmiedlechner wenig von Abstandsregeln und Kontaktverboten gehalten und dies bei diversen Demos auch offen zur Schau gestellt.
Der frühere Bezirksparteiobmann von Wiener Neustadt war bereits vor einigen Jahren alkoholisiert am Steuer seines Wagens in einen Unfall bei Weikersdorf verwickelt. Auch damals musste der Landesobmann der Freiheitlichen Bauern NÖ den Führerschein abgeben.
Feuerwehreinsatz nach dem Ausrutscher auf einer Böschung in Guntrams.
In einer Reaktion auf den neuerlichen "Ausrutscher" gab es am Freitag eine Stellungnahme. Schmiedlechner sei sich der "Dummheit seines Fehlverhaltens vollumfänglich bewusst und bedauere dieses zutiefst." Dass er den Führerschein abgeben musste, sei die "gerechte Konsequenz und Strafe seines Handelns, für das er sich sehr schäme".
Die Frage nach politischen Konsequenzen nach dem Zwischenfall blieb bei der FPÖ zunächst unbeantwortet.
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