Chronik | Niederösterreich
18.12.2018

Feuer nahm achtköpfiger Familie fast alles

Mutter konnte ihre sechs Kinder aus brennendem Haus gerade noch in Sicherheit bringen. Nun benötigt die Familie Hilfe.

Mit einem Schlag hat eine achtköpfige Familie aus Niederösterreich ihr gesamtes Hab und Gut verloren – und das nur wenige Tage vor Weihnachten.

In der Nacht auf Dienstag ist es in Felixdorf bei Wiener Neustadt zu einem verheerenden Brand gekommen. Es war 20 Uhr, als die Sirene eines Brandmelders die 47-jährige Hausbesitzerin aufschrecken ließ. Während ihr Ehemann Günther Kubista den Feueralarm durch das im Haus installierte Sicherheitssystem auf sein Handy übermittelt bekam, versuchte die Frau bereits, all ihre Sprösslinge zu retten. Die sechs Kinder im Alter zwischen eineinhalb und elf Jahren waren in verschiedenen Zimmern des Hauses. „Als der Alarm am Handy ankam, habe ich sofort versucht, meine Frau anzurufen. Ich habe aber niemanden erreicht. Zum Glück war sie schon dabei, die Kinder in Sicherheit zu bringen“, schildert der EDV-Fachmann und Gemeinderat.

Trotz der giftigen Rauchgase im Gebäude wurden alle Kinder unbeschadet ins Freie und anschließend zu den benachbarten Großeltern gebracht. Als die Freiwillige Feuerwehr am Unglücksort eintraf, schlugen Flammen und dicke Rauchwolken bereits aus den geborstenen Fenstern. Die Feuerwehr hatte bis ein Uhr nachts alle Hände voll zu tun, um den Brand zu löschen.

Eines der beiden Haustiere der Kinder überlebte die enorme Hitzeentwicklung nicht. Während der Hase starb, konnten die beherzten Feuerwehrleute zumindest die Katze noch lebendig aus dem Gebäude retten. Ausgelöst wurde das Feuer durch einen defekten Heizlüfter im Badezimmer.

Neu eingekleidet

Die achtköpfige Familie steht nach dem Unglück vor den Trümmern ihrer Existenz. Das Haus ist auf Monate unbewohnbar. „Alles was wir hatten, ist drinnen zerstört“, sagt Günther Kubista. Alles, außer den Kleidern, die die Familienmitglieder trugen, ist durch das Feuer oder die Rauchgase unbrauchbar geworden. Am Dienstag mussten die Kinder zunächst notdürftig eingekleidet werden.

Das Schicksal hat vor Weihnachten mit doppelter Härte zugeschlagen. Auch die Betriebsräume des selbstständigen EDV-Fachmannes im Keller des Hauses wurden durch Flammen und Zehntausende Liter Löschwasser vernichtet.

Größte Herausforderung ist nun, eine geeignete Unterkunft für mehrere Monate für die achtköpfige Familie zu finden. An einer vorübergehenden Lösung wird bereits gearbeitet. Um der Familie schnell und unkompliziert helfen zu können, wurde auf Initiative einiger Unterstützer ein Spendenkonto bei der Erste Bank AT 04 2011 1282 6265 7001 eingerichtet. Außerdem können Sachspenden für die sechs Kinder beim Post-Partner in Felixdorf, Hauptstraße Nr. 18, abgegeben werden.